Über die Umsetzung verfütterter Nucleinsäure beim Hunde unter normalen und pathologischen Bedingungen. Von Alfred Schittenhelm. (Der Redaktion zugegangen am 31. Juli 1909.) (Aus dem Laboratorium der Lrlanger medizinischen Klinik.) Eine möglichst detaillierte Kenntnis vom Ablauf des Nuclein- stoffwechsels im normalen Organismus ist von äußerster Wich¬ tigkeit für das Studium pathologischer Vorgänge. Wenn wir auch durch zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre eine Menge neuer Tatsachen über ihn kennen und uns im großen ein Bild von ihm zu machen in der Lage sind, so bestehen doch noch in grundlegenden Fragen Meinungsverschiedenheiten, welche geeignet sind, verwirrend zu wirken. Manches deutet darauf hin, daß wir bei den einzelnen Tierarten, sicherlich beim Menschen einerseits und beim Tier anderseits mit ge¬ wissen Unterschieden zu rechnen haben, und es bleibt daher, um Gewißheit zu erlangen, nichts anderes übrig, als syste¬ matisch da und dort den Stoffwechsel zu untersuchen. Zunächst scheint es mir außerordentlich wünschenswert, für das wichtigste Versuchstier, den Hund, nach Möglichkeit Klarheit zu schaffen. Wenn auch nach dem Gesagten keines¬ wegs die so gewonnenen Erfahrungen ohne weiteres auf andere Tiere oder gar den Menschen übertragen werden können, so ließe sich doch von der sicheren Basis aus manche Frage lösen, welche gemeinsame Gesichtspunkte berührt und deren Beantwortung so indirekt auch für die Kenntnis des Nuclein- stoffwechsels anderer Spezies verwertet werden könnte. Ich will hier nicht auf die Versuche zur Feststellung der verschiedenen Nueleinfermente in Hundeorganen mittels Ex¬ trakten derselben eingehen, da mir die bereits bekannten Ver- t.