409 Bericht über die Leistungen in der Pflanzengeo graphie #) während des Jahres 1846. Von Dr. A. Grisebach, ordentlichem Professor der Medicin zu Göttingen. In dem Pariser naturgeschichtlichen Lexicon hat Adr. vJ Jussieu den Artikel über geographische Botanik bearbeitet (Dictionnaire universel d’histoire naturelle: Géographie bota¬ nique. 32 pag. 8.). Einen Vortrag über die Verkeilung der Nahrungspflanzen hat E. Meyer gehalten (Königsberger naturwissenschaftliche Unterhaltungen. Bd. 1. S. 185—211). Hruschauer bestätigt durch chemische Analysen den von mir früher ausgesprochenen und auf das Vorkommen der Ge¬ wächse begründeten Satz, dass nicht die geognostische For¬ mation, sondern die chemische Zusammensetzung des Substrats ihre Bodenstetigkeit erkläre ( Liebig’s Annalen Bd. 59. S. 198 bis 208. Vergl. meine Reise durch Rumelien Bd. 1. S. 163 und Jahresb. f. 1841. S. 412). Hr. weist nach, dass die Verbreitung gewisser bodensteter Pflan¬ zen über mehrere Gebirgsformationen nur eine scheinbare Anomalie ist, sofern die erforderlichen Aschenbestandtheile, z. B. Kalk im Ba¬ salt, welcher eine sonst kalkstete Pflanze ernährt, an allen Stand¬ orten vorhanden sind. Die kalkstete Erica herbacea kommt bei Grätz auf glimmerschieferartigem Gneis vor, der nach Hr.’s Analyse sich kalkhaltig auswies. Ebenso bestätigt sich der Begriff kalksteter d. h. solcher Pflanzen, welche in ihrer Asche eine Menge Kalk be¬ sitzen, in den Analysen von Festuca glauca, Sesleria coerulea, Sor- bus Arix, Amelanchier vulgaris. Zum Beispiel diene die Aschenana¬ lyse der Erica herbacea von beiden Standorten. *) Der Bericht über die Leistungen in der systematischen Bota¬ nik wird im folgenden Jahrgange nachgeliefert werden.