Capryl-, Caprin-, Laurin-, Myristin-, Palmitinsäure. 569 D) Capryl- und Caprinsäure. Normale Caprylsäure: C7//15 ■ CO ■ OH und normale Caprin¬ säure: CvHiç) - CO ‘ OH finden sich in geringer Menge als Glyceride in der Kuhbutter; erstere krystallisirt in Blättern, schmilzt bei -j-16°.5, siedet bei *236 — 237°, ist selbst in siedendem Wasser sehr schwer löslich (1 :400) ; letztere bildet feine Nadeln, schmilzt bei 30°, siedet bei 26S—270°, ist auch in kochendem Wasser äusserst schwer lös¬ lich.1 Die Glyceride sind in reinem Zustande nicht bekannt. E) Laurinsäure und Myristinsäure. Laurinsäure: CuL/23 • CO ■ OH und Myristinsäure C13LC7 - CO - OH finden sich nach Heintz'2 als Cetyläther im Wallrath. Erstere krystallisirt in Nadeln, schmilzt bei 43.6°, ist nicht unzersetzt flüchtig; letztere bildet Blättchen, welche bei 53.S° schmelzen. F) Palmitinsäure: C15H31 • CO - OH. Die Palmitinsäure findet sich in allen Fetten; gewöhnlich als Glvcerid, neben denen der Stearinsäure und Oelsäure, bisweilen als Cetyläther (Wallrath) und Myricyläther (Bienenwachs). Bei der Ver¬ seifung der Fette erhält man sie deshalb meist mit Stearinsäure und Oelsäure gemengt, von denen sie nur durch ein langwieriges Ver¬ fahren völlig befreit werden kann. Die Oelsäure lässt sich durch Ausziehen der gemengten Bleisalze mit Aether, in welchem nur das ölsaure Salz löslich ist, entfernen; Palmitinsäure und Stearinsäure werden sodann durch fractionirte Fällung ihrer alkoholischen Lösung mit essigsaurem Baryt oder Magnesia getrennt (Heintz 3). Die reine Palmitinsäure bildet schuppige Krystalle, welche bei 62° schmelzen und grösstentheils unzersetzt destilliren. Das Glycerid, Tripalmitin: C3Ih(CieHn 0-2)3, ist krystalli- nisch, schmilzt bei 61.5°; in Weingeist ist es fast ganz unlöslich, auch in kochendem, absolutem Alkohol nur wenig, sehr leicht in Aether. Der Cetyläther: Ci6^/33 • CteH\0^) bildet den Hauptbestand¬ teil des Wallrathes, krystallisirt in schönen Blättern, schmilzt bei 53,5° (Heintz). Der Myricyläther: CsoHtn • CiqHüi O2, bildet den in Alkohol 1 Beilstein. Handb. d. org. Chemie. S. 204 u. 205. 2 Heintz, Ann. d. Chemie u. Pharm. XCII. S. 291. 3 Derselbe, Journ. f. pract. Chemie. LXVI. S. 1.