224 Literaturbericht. F. H. Quix (Utrecht). Beitimmmg ier Geblnchirft ttf phjiikilisdier flrtii- läge. Mît 3 Abbildungen im Text. Zeitschrift für Ohrenheilkunde 45 (1). Auf der gleichen Methode wie die vorstehend besprochene Unter¬ suchung fufst die Arbeit von Quix, der in ihr einen exakten Mafsstab zur Be etimmung der Hörsehärfe gefunden zu haben angibt. Di© Schwierigkeit liegt allerdings immer darinrdaf« wir noch keine zweckmäfslge Methode zur Messung von Schallstarken in der Physik kennen. Meist wird als Malsstab di© einfach© Hör zeit (Hördauer) benutzt, obwohl vielfache Untersuchungen das als unzu¬ lässig erwiesen haben. Das logarithmische Dekrement wurde bald konstant, bald inkonstant gefunden, — das Ausklingen der verschiedenen Stimm¬ gabeln unter verschiedenen Bedingungen ist eben noch völlig unklar. Ab¬ hängig also von der Verschiedenheit der Gabeln und ihrer Einklemmung fand Quix eine geometrische Abnahme mit der STBUYCxxKschen Methode. In bezug auf die unmittelbare Ablesung der Amplitude kommt er zu den¬ selben Schlüssen wie Strüycken und gibt in zahlreichen Tabellen Beweise für die Verwendbarkeit der Methode in der Otiatrie. Die theoretisch wichtige Frage, wie di© Schallstärke von der Amplitude abhäng©, prüfte Quix, indem er als festen Punkt das Minimum perceptibile einer elektrisch betriebenen Stimm gabel für verschiedene Amplitude» und di© entsprechenden Entfernungen wählte und an der Hand verschiedener, rechnerischer Ann Amen die Bezie¬ hung dieser beiden Faktoren prüfte. Dabei ergab sich, daft nur die Annahme, dafs die Schallstärke proportional sei (wo « di© Amplitude, d der Ab¬ stand sei) unter gewissen Kautelen (z. B. dafs der Ausschlag nicht zu grofa sei) einen konstanten Wert darstelle. Da dies das gleich© Verhältnis ist, das von anderer Seite für fallende Kugeln gefunden, ist, meint Qüix .in Übereinstimmung mit Auerbachs Kanon der Physik, dafs es bei allen ton¬ gebenden Körpern dasselbe sei. Er setzt also die Schallintensität pro¬ portional der Amplitude b* und umgekehrt proportional dem Quadrat àm Abstands und verwendet so die Struyckknsehen Stimmgabeln direkt für otiatrisch© Zwecke. — Zu welchen Differenzen die verschiedenen Methoden (Hartmann, Brzold, Physikermethode) führen, wird in einer kleinen Tabelle wiedergegeben, deren Zahlen voneinander in geradezu abenteuerlicher Weis© ■differieren. Hier sei übrigens darauf hingewiesen, dafs Max Wien (In Pflügers Archiv 07, Heft 1 n. 2,1903) ausführliche Untersuchungen „über die Empfind¬ lichkeit des menschlichen Ohres für Töne verschiedener Höhe“ veröffentlicht hat, deren Resultate denen von Zwaardemakkr und Quix völlig wider¬ sprechen. Die Leser der Zeitschrift seien auf das demnächst von anderer Seite hier erscheinende Referat hingewiesen. Alfred Guttmanh (Berlin). A. Batschihzki und V. Gabritschewski. Ile sprechende Petroleumlampe. Physi- * kaiische Zeitschrift, 4. Jahrg., 403. 1908. Verbindet man einen Pol des Induktoriums mit einer Bunsenfiainme, so zeigt diese bei jeder Stromunterbrechung eigentümliche Zuckungen. Ist die Unterbrechungszahl hoch genug, so gibt die Flamme einen der Unter brechungszahl entsprechenden Ton. Ersetzt man den Unterbrecher durch