Die Arbeitscurve. 461 ggp Leistungen aus inneren Gründen, ohne Wechsel der äußeren Bedingungen, unterliegen. Als Maß der Leistungsfähigkeit dienten dabei fortlaufende Reihen von einfachen, gleichartigen Einzelaufgahen, von denen in einer bestimmten Zeit, meist in je 5 Minuten, möglichst viele gelöst werden mussten. Bei weitem am häufigsten wurde hei diesen, vor nunmehr 14 Jahren zuerst begonnenen Versuchen das zifferweise Addiren einstelliger Zahlen verwendet. Durch dieses un- gemein einfache und anscheinend ziemlich rohe Verfahren konnten eine grosse Reihe von Erfahrungen gesammelt werden, die uns heute Fig. 1. ZO' Z5' 30’ 35' 40’ 45' 50' 55' 60' 65' 7O' 75' 60' 85' 90' 95' 100' >65' lio' 115' 1Z0' schon einen ungefähren Einblick in die verwickelte Zusammensetzung der geistigen Arbeitscurve gestatten, wenn auch im einzelnen noch Vieles aufzuklären bleibt. War ich ursprünglich von der Vorstellung ausgegangen, dass die Arheitswerthe nach einigen einleitenden Schwankungen eine an¬ nähernde Stetigkeit erreichen würden, so zeigte sich sehr bald, dass von einem derartigen Verlaufe der Arbeitscurve niemals die Rede ist. Auch wenn wir vorerst von den mehr unregelmäßigen Schwankungen der Leistung absehen, verläuft die Arbeitscurve höchstens auf ganz kurze Strecken einmal in gleicher Höhe. Fast immer wird man in