Aequilebrirung des Schenkels durch den Luftdruck. 271 erhält man also durch Integration über die ganze überknorpelte Ober¬ fläche: Pfdco Cos (p CX)] Pf dco Cos {p C Y); PJ dto Cos (p CZ). Die drei Integrale fdto Cos (pCX) etc. sind aber der Reihe nach die Projektionen der ganzen tiberknorpelten Oberfläche auf die YZebene, die XZebene und die XYebene. Wenn aber diese letztere in der That, wie angenommen wurde, die Pfannenfläche symmetrisch theilt, so ist das dritte Integral und mithin die Komponente in der .Znchtung Null. Bei der Hüftgelenkpfanne, die (mit Einschluss der Fossa acetabuli) etwa eine Halbkugel bildet, fällt die XZ ebene un¬ gefähr mit der Ebene des Pfannenrandes zusammen. Die Projektion der Knorpeloberfläche auf diese Ebene spielt daher mit Recht, wie sich gleich zeigen wird, eine Rolle in der Betrachtung des Gegen¬ einanderwirkens von Luftdruck und Schwere. Wir wollen uns näm¬ lich jetzt einen Schenkel an dem in der gedachten Stellung fixirten Becken hängend vorstellen, dann wird sein Schwerpunkt senkrecht unter C liegen und die Schwere wird in der Richtung der Vertikalen CS senkrecht abwärts wirken. Diese Kraft durch die Länge CR dargestellt, zerlegen wir nach der Y- und X richtung in zwei Kom¬ ponenten CM und CN. Es ist alsdann leicht zu sehen, wann Gleich¬ gewicht zwischen der Schwere und dem Luftdruck stattfinden würde. In der That die Resultirende des Luftdruckes würde unter den ge¬ machten Annahmen etwa die Richtung CL haben und wenn wir ihre Grösse durch die Länge CD darstellen, so sind CA und CB ihre Komponenten in der X- und Trichtung. Bei den Gestalt- und Lage¬ verhältnissen des Hüftgelenkes, das uns als Beispiel dient, dürfte die Komponente in der X&xe wohl, wie in der Figur angenommen ist, von C nach aufwärts gerichtet und ziemlich klein sein, so dass die in dieselbe Axe fallende und abwärts nach E gerichtete Komponente der Schwere auch bei kleiner Belastung des Femur grösser sein wird. Die Summe beider Komponenten hat demnach sicher die Richtung von C nach E zu und wird stets durch den elastischen Gegendruck des Pfannenrandes im Gleichgewicht gehalten. Es wird also zur Herstellung des Gleichgewichtes im Ganzen genügen, wenn die Kom¬ ponente des Luftdruckes CB der entgegengesetzten Komponente der Schwere CM gleich ist. Es folgt also der Satz : der im Hüftgelenke hängende Oberschenkel wird durch den Luftdruck festgehalten und wird erst dann von der Schwere herausgezogen (wobei der Mittelpunkt nur in der Richtung CM sich zu bewegen anfangen kann), wenn durch Belastung des Schenkels die mit der Tangentenrichtung EF parallele Komponente der Schwere der in dieselbe Richtung fallenden Komponente des