184 BIBLIO GK APHI E. hauptsächlich aus Calciumphosphat in coagulirtem Zustande besteht. Die zu¬ weilen gelingenden Eiweissreactionen hängen von mechanisch mitgerissenen Ei¬ weissspuren ab; wird die Gallerte gut gewaschen, in Essigsäure gelöst, irgend welche ungelöste Reste abfiltrirt, darauf mit Natronlauge wiederum gefällt und die Procedur mehrmals wiederholt, so gelangt man zu vollständig reinem Calciumphosphat. Dubrowin, F, Ueber den Glykokollgehalt in verschiedenen Eiweisssubstan¬ zen. Inaug.-Diss. Aus dem Laboratorium für physiologische Chemie von Prof. A. Danilewskij. St.-Petersburg. 1902. Vf. spaltete eine Reihe von Eiweisssubstanzen vermittelst 20 °/0 H.,SO, im Papin’schen Kessel im Laufe von 8 Stunden bei 140° und bestimmte dar¬ auf nach der Methode von Baum den Glykokollgehalt der durch Verdampfung; eingedickten Flüssigkeit. Vf. fand im pflanzlichen Eiweiss keine Glykokollgruppe. Eine grosse Glykokollmenge enthalten dagegen die Proteide der Binde- und Gerüstsubstanzen. Collagen, Ossein, Chondin und Elastin sind miteinander nahe verwandt, soweit sich dies auf Gruud des Glykokollgehalts in den Spaltungs- producten beurtheilen lässt. Die Eiweisssubstanz der Augenlinse ergiebt 4,5% Tyrosin und 0,7% Glykokoll. In den Spaltungsproducten des Myosins fand Vf. kein Glykokoll. Astwatzaturoff, M. Ueber die negative und die positive Schwankung des Nervenstromes. (Aus dem physiologischen Laboratorium von Wwe- denskij; an der Universität St.-Petersburg). Arbeiten der Kaiserlichen St.-Petersburger Naturforschergesellschaft. Bd. XXXIII. Lief. 1, In Uebereinstimmung mit früheren Autoren findet Vf., dass die positive Schwankung des Nervenstromes immer in späteren Stadien des Versuches zu beobachten ist. Die Art des Reizes hat sich als maassgebend erwiesen, denn es giebt Stadien, in welchen schwache, resp. weniger frequente Reize bereits positive Schwankung erzeugen, während starke, resp. frequente noch die ne¬ gative Schwankung hervorrufen. Im Zusammenhang hiermit bespricht der Vf. auch den Fall, wo ein und derselbe Reiz einmal oben am Nervenquerschnitt applicirt negative Schwankung, etwas weiter unten dagegen—positive Schwan¬ kung bewirkt; der Unterschied wird auf Grund der grösseren Reizbarkeit des Querschnittes erklärt. Weiter wurden drei Versuchsreihen angestellt: 1) eine Elektrode am Querschnitt, die andere am Längsschnitt, 3—4 mm. entfernt, 2) eine Elektrode am Querschnitt, die andere am Längsschnitt, 7—8 mm. entfernt und 3) beide Elektroden am Längsschnitt an den angegebenen Stel¬ len. In den Versuchsreihen 1 und 2, namentlich in 1 ist eine stetige Ver¬ minderung des Ruhestromes zu constatiren, in Versuchsreihe 3 nimmt dagegen der Ruhestrom mit der Zeit zu. In bestimmten Stadien erscheint die positive Schwankung in allen 3 Combinationen, es liess sich aber keine Gesetzmässig¬ keit im Auftreten derselben feststellen. Ponomareff, S. Die Physiologie der Brunner'schen Abteilung des Duode¬ num beim Hunde. Inaug.-Diss. (Aus dem physiologischen Laborato-