BIBLIOGRAPHIE. 177 IST-menge im Harne und in den Faces, sowie den Zuckergehalt' des Harnes und fand in dem letzteren immer einen Zuckerüberschuss im Vergleich zu der Zuckermenge, die man durch Bildung 1) aus circulirendem oder Organ-Eiweiss und 2) aus den mit der Nahrung eingeführten Kohlenhydraten erwarten konnte. Vf. glaubt, dass der Zucker Überschuss aus den Fetten stammt. Schepsky, N. W. Der Gang der Stickstoffausscheidung durch den Harn bei Aufnahme verschiedener Sorten von Nahrung, (Aus der physio¬ logischen Abteilung des Kaiserlichen Instituts für experimentelle * Medicin). Inaug.-Diss. St.-Petersburg. 1900. p. 38. Russisch. , Um zu entscheiden, ob die in den ersten Stunden nach der Nahrungsauf¬ nahme auftretende Zunahme des N-gehaltes des Harnes von der allgemeinen N-Metainorphose des Gesammtorganismus, oder von der Metamorphose des Gesammtorganismus, oder blos von der Metamorphose speciell der Ver¬ dauungsorgane, die dabei zur Thäligkeit angeregt werden, abhängen, stellte Vf. eine Reihe von Versuchen an einer Hündin mit Harnblasenfistel und am Menschen (an sich selbst) an. Führt man eine gleiche Menge N in Gestalt von Milch, Brod oder Fleisch ein, so sieht man in allen Fällen in den ersten Stunden eine Zunahme des N im stündlich gesammelten und nach Kjeldahl untersuchten Harnes. Die Curve der Stickstoffausscheidung ist aber verschieden je nach dem verfütterten Nahrungsmittel und geht parallel mit der Curve der Secre- tionstliätigkeit für jedes Nahrungsmittel (derartige Curven sind durch frühere Arbeiten des Pawlow’schen Laboratoriums bestimmt): die Steigerung der N-Ausscheidung der ersten Stunden ist somit der Ausdruck der Metamor¬ phose der Verdauungsdrüsen. Wirschubskij, A. M. Oie Arbeit der SVIagendrüscn bei verschiedenen Arten fetter Speisen. (Aus der physiologischen Abtheilung des Kaiserlichen Instituts für experimentelle Medicin).—Inaug.-Diss. St.-Petersburg. 1900. p. 55. Russisch. Verf. constatirte auf Grund einer Reihe von Versuchen an zwei Hunden, bei denen die Operation des isolirten Magens nach Haidenhain-Pawlow ausge- lührt war, dass zu irgend eine Speise hmzugefüge Fette bedingungslos eine starke Verlangsamung der Magenverdauung bewirken. Die Menge des abgesonder¬ ten Magensaftes hängt von der Art der Speise ab, mit welcher das Fett gemischt ist: bei Darreichung eiweisshaltiger Nahrung -+- Fett bemerkt man zunächst eine Unterdrückung der Absonderung und darauf in späteren Stunden eine Verstärkung, während nach kohlenhydratischer Nahrung -t- Fett die Absonderung des Magensaftes sich nur auf kleinen Zahlen hält. Die ausgesprochene Depres¬ sion der Magensaftabsonderung im letzten Falle hat, nach Verf., therapeutische Bedeutung: Verf. empfiehlt bei Hyperaciditas Kohlenhydrate mit Fett. Borowikoff, 1. W. Die Bedeutung der Hinterstränge des Rückenmarks für die Leitung des Muskelgefühls. Inaug.-Diss. St.-Petersburg. 1900. p. 157. Russisch. Verfasser constatirt an Hunden, denen er die Hinterstränge des Rücken¬ marks durchschnitten liât, den Verlust des Muskelgefühls; so operirte Hunde 12