176 BIBLIOGRAPHIE. schon nicht empfunden wird, lässt sich dennoch die Berührung der Hauthaare noch sehr deutlich wahrnehmen. Vermittelst seines Trichästhesiometers (eine sehr feine im Centrum eingeklemmte Uhrfeder fand Vf., dass die Feinheit der Haärsensibilität mit der Haardicke abnimmt und mit der Steigerung der Haar¬ dichte zunimmt: die höchste Haarempfindlichkeit wird auf der Glabella ange¬ geben, wo die Haardichte am grössten—400 Haare auf 1 □ ccm.—ist (die Haardichte am Kopfe fand Vf. 120 pro 1 □ccm.). Versuche mit Entfernung von Sympathienstücken an Hunden und Katzen und nachfolgendem Verlust der Haarsensibilität an Stellen, die nachher Alopecie aufwiesen, lassen die sympathischen Nerven als Leiter der Haarsensibilität betrachten. Es sind auch viele Beobachtungen an Kranken angeführt. Majkapar, S. M. Das musikalische Gehör, dessen Bedeutung, Natur, Eigen¬ tümlichkeiten, nebst einer Methode für richtige Gehörerziehung, mit Zeichnungen und Notenbeilagen. Moskau. 1900, p. 247. Russisch. Enthält eine Reihe von Beobachtungen, die auch physiologisches Interesse besitzen. Kostin, S. I. Spectrophotometrie und Blutgase. Berichte d. K. Universi¬ tät zu Charkow. 1901, p. 39. Russisch. Enthält eine Beschreibung analytischer Methoden, die in den physiologi¬ schen Laboratorien der tübingener Universität und der landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin üblich sind. Popelsky, L. B. Die reflectorische Thätigkeit der peripherischen Nerven¬ zellen im Pancreas. (Physiologisches Laboratorium d. Medicinischen Militär-Akademie). Russisches Arch. f. Pathologie, klinische Medicin und Bactériologie 1901. p. 28. Russisch. Verfasser fand an tracheotomirten Hunden, denen das Rückenmark unter¬ halb der Med. obl. und die Vagi in der Brusthöhle durchschnitten waren, dass durch Einführung von HCl in’s Rectum und unter besonderen Cauteln auch ins Blut die Secretion des Pancreassaftes nicht angeregt wird. Daraus geht hervor, dass die Beförderung der Pancreassecretion, die nach HCl-Ein- führung ins Duodenum immer Platz hat, nicht auf Reizung der peripherischen Nervenenden, resp. drüsigen Elemente seitens der aus dem Darme ins Blut & resorbirten HCl, beruhen kann, sondern als ein reflectorisch seitens der Darm- schleimhaut angeregter Process betrachtet werden muss. Durch besondere Ver¬ suche mit Ligaturen der einzelnen Darmabtheilungen erwies es sich, dass die Schleimhaut des Duodenums und des angrenzenden Dünndarms zur Erregung durch HCl geeignet ist. Nach Beseitigung der Beteiligung des Rückenmarkes durch Entfernung, resp. Zerstörung desselben bleibt die reflectorische Thätig¬ keit des Pancreas erhalten, ebenso nach Entfernung des Plexus cœliacus. Das Centrum muss in den im Drüsengewebe zerstreuten Ganglien gesucht werden. Pekelis, A. Beiträge zur Frage nach dem Uebergang der Fette in Zucker bei Diabetikern. Inaug.-Diss. S.-Petersburg. 1900. p. 92. Russisch. In drei genau beobachteten schweren Diabetesfällen bestimmte Verf. die