338 A X \ LYS r s. 4) Das über die Bestimmung des Yenenblutdruekes im Gehirn Gesagte bezieht sich in vollem Maasse auch auf die Methode der Bestimmung des in- nern Druckes. 5) Die nacli HurthFs Methode erhaltenen Resultate dürfen nur dann als maassgebend angesehen werden, wenn die Untersuchungen mit den oben er¬ wähnten ergänzenden Methoden combinirt worden waren 6) Bei spastischer Verengerung der Hirnarterien und in den Fäll« n, wenn die Höhe des centralen Blutdrucks den Grad jener Verengerung über¬ steigt, nimmt sowohl die Schnelligkeit der Strömung als auch die Menge des Blutes im Gehirn zu. WerschiMo, W. lieber den Einfluss frischer Butter auf die Secretion des Magensaftes. Vorläufige Mitteilung (Wratsch, 1900, ,Y 14, S. 423). Der Verfasser beschäftigte sich mit der Frage, inwieweit frische Butter den Leberthran zu ersetzen vermag. Zu diesem Zwecke stellte er Beobachtun¬ gen an Kranken an. denen frische Butter verabreicht wurde. Aus den 10 Fällen, die der Autor beobachtete, zieht er folgende Schlüsse: frische Butter vermindert die Menge der Salzsäure und des Pepsins im Magensafte. Der hemmende Einfluss der Butter auf die Secretion des Magensaftes tritt am An¬ fang weniger als im weiteren Verlauf des Processes hervor. Die Peptonisirung der Eiweissstoffe findet in Gegenwart von frischer Butter lebhafter statt als ohne letztere. Die secretoriche Thätigkeit der Magendrüsen wird unter dem Einflüsse der frischen Butter schwächer. Von seinen eigenen und den aus der Literatur geschöpften Thatsachen ausgehend, glaubt sich der Autor zu der Aussage berechtigt, dass im Hinblick auf die Nahrhaftigkeit, Schmackhaftig¬ keit und Verdaulichkeit der frischen Butter dieselbe in der Krankendiät eine hervorragende Stellung einzunehmen verdient. Uwaroff, M. Eine Notiz über das Nirwanin. (Wratsch, 1900. V 23. S. 700). Während seiner Beobachtungen Kranker, bei welchen Nirwanin in An¬ wendung kam, nahm der Autor in einzelnen Fällen nach der Einführung des Mittels folgende Erscheinungen wahr: 1) ungleichmässige Erweiterung der Pupillen, 2) Beschleunigung der Herzcontractionen, 3) Tränenfluss, 4) Speichel¬ fluss. Der Autor ist geneigt diese Erscheinungen der Wirkung des Nirwanins auf den N. Sympathicus zuzuschreiben. Nikitin, W. Prof, lieber die antipyretische Behandlungsmethode. (Wratsch, 1900, V 4G, S. 1393). Nach einer Prüfung der vorhandenen Thatsachen über die Bedeutung der Antipyretica stellt der Autor folgende Sätze auf: 1) Die Höhe der Temperatur kann für die Gefahr welche die verschie¬ denen fieberhaften Erkrankungen vorstellen nicht als Maassstab, gelten. 2) Die parenchymatösen Veränderungen der Gewebe, insbesondere der Leber, des Herzens, der Nieren und der Muskeln des Knochengerüstes, von