A X A L Y S E S. 0Z0 von Beobachtungen an Tieren und Meuchen aus. Da einige Forscher die Wir¬ kung dieser Präparate durch die Anwesenheit in denselben von Iod erklären, so veranstaltete er einige Experimente, indem er Iod in solchen Mengen verab¬ reichte, welche dem Inhalt desselben in dem Iodothyrin entsprechen, und ge¬ langte zu folgenden Schlüssen: nach längerem Füttern der Tiere mit Schild- drüsenpräparaten in Dosen von 0,12—0,40, ist die Anzahl der roten Blut¬ körperchen vermindert, diejenige der roten nucleären Körperchen vermehrt; es wird zuweilen leichte Leukocytose, absolute sowohl als relative Vermehrung der mononucleären Elemente beobachtet Bei dem Menschen bedingt längerer Gebrauch von Gaben a 0,2—1.0 gr. pro die Verminderung der Anzahl der roten Blutkörperchen, Erscheinen roter nucleärer Körperchen, Vermehrung, wenn auch unbedeutende, der allgemeinen Anzahl der Leukocyten, absolute und relative Vergrösserung der Menge der mononucleären, oft auch eosinophilen weissen Körperchen, wobei die absolute sowohl als die relative Anzahl über¬ reifer Leukocyten verringert ist, Der Procentgehalt des Hämoglobins im Blute ist bei Menschen und Tieren vermindert. Das Fallen des Körpergewichts ist bei der Einwirkung von Schilddrüsenpräparaten eine beständige Erscheinung. Aus obigen Versuchen erhellt, dass kein Grund vorhanden ist dem Iod die Bolle eines activen Princips in diesen Präparaten zuzuschreiben: Iodthyrin übt eine schwächere und unbeständigere Wirkung aus als Thyreoidin. Rybakoff, F Experimentelle Materialien zur Lehre von der durch Blei verursachten Paralyse. Pathologisch-hystologische Untersuchung des Nervensystems einiger mit Blei vergifteter Tiere. (Dissertation. Moscau, 1809). Bei diesen Tieren (Kaninchen und Meerschweinchen), die mit Bleipräpa¬ raten vergiftet worden waren, untersuchte der Verfasser mikroskopisch alle Teile des Nervensystems, von dem Gehirn an bis zu den peripherischen Ner¬ ven und Muskeln. Diese Untersuchungen bezweckten: 1) den Charakter des anatomisch-pathologischen Bildes, welches sich nach der Einführung von Bleiprä¬ paraten in dem Nervensystem der Thiere entwickelt, zu studiren; 2) die ge¬ genseitigen Beziehungen und die Verbindung zwischen den Störungen der peri¬ pherischen Teile und des centralen Teils des Nervensystems aufzuhellen; 3) die primäre Localisation des pathologischen Processes in dem Nervensystem bei der Bleivergiftung zu bestimmen und 4) die Beziehung der beobachteten Veränderungen zu den klinischen Erscheinungen der Paralyse bei Tieren zu erforschen. Die dabei erhaltenen Besultate Hessen den Verfasser folgende Schlüs¬ se ziehen: Bei Kaninchen und Meerschweinchen macht sich der Einfluss der Bleivergiftung in pathologisch-anatomischer Hinsicht vor allem durch Störungen in den Zellenelementen der vorderen Hörner des Rückenmarks geltend, wo¬ bei der der Lendengegend angehörige Teil desselben in dieser Beziehung am empfindlichsten erscheint, Neben dem Rückenmark wirkt das Gift auch auf das Gehirn und auf andre Gebiete des centralen Nervensystems ein, doch wird dieser Einfluss lange Zeit nur durch sehr schwache anatomische Veränderun¬ gen der Nervenelemente kündbar. Ausser den Störungen in der grauen Sub¬ stanz des Rückenmarks kann das Gift auch unmittelbare Störungen in den