ANALYSES. 307 cifisclien Gewichts, vielleicht auch des Hämoglobingehalts. Die ^ eränderun- geu in der Anzahl der roten Blutkörperchen schwanken innerhalb der Gren¬ zen der Beobachtungsfehler. Sowohl die Menge der Leukocyten als auch das gegenseitige Verhältnis der verschiedenen Arten derselben zu einander ist un¬ verändert. Bei massigen Dosen des Wassers wird nicht Verdünnung sondern eher Verdickung des Blutes beobachtet, die auch noch kurze Zeit nach dem Gebrauche des Wassers fortdauert. Damit die Wirkung desselben länger anhalte, muss es längere Zeit gebraucht werden. Popoff. E. Zur Pharmakologie des Pellotins. (Wratsch, 1897, .V 47, 8. 1361). Aus Prof. S. Popoff s pharmak. Laboratorium zu Charkoff. Vorläufige Mitteilung. Der Autor untersuclite an Tieren die Wirkung des salzsauren Pellotins, welches aus einer im nördlichen Mexico einheimischen Cactusart (Echinocactus Williamsii) bereitet wird. Experimente an Fröschen zeigten, dass die Einspritzung von weniger als 0,005 Grm. salzsaures Peilo- tin in einen lymphatischen Sack keine merkliche Wirkung hervorbringt. Do¬ sen von 0.005—0.01 rufen bald Mattigkeit und Begellosigkeit der Bewe¬ gungen und unvollständige Prostration hervor. Die Einspritzung von 0,09 liât dieselben Erscheinungen, doch noch in höherem Maasse zur Folge; es tritt, Unempfindlichkeit, volle Prostration und Stocken der Atmung ein. Die Contractionen des Herzens dauern noch 94 Stunden fort. Experimente an Kaninchen und Hunden zeigten, dass Dosen von 0,07 Gr. pro kilo in das Blut eingespritzt, anfänglich rasch eintretende Erregung mit Befiexerhöhung hervorrufen, wobei die Besinnung erhalten bleibt: darauf tritt gedrückte Stim¬ mung, nebst verminderter allgemeiner Empfindlichkeit und Verminderung der Beflexe ein. Solange die Erregung dauert, sind die Atembewegungen und Herzschläge beschleunigt. Bei tötlichen Dosen, 0,1 pro kilo, treten klonische und tetanische Krämpfe, Trismus und Opistotonus ein. Nach der Einführung kleiner Dosen (weniger als 0,07 Grm. pro kilo), erfolgt dauernde Erhöhung der Erregbarkeit der Hirnrinde, scharf ausgeprägtes Steigen des Blutdrucks und Beschleunigung der Contractionen des Herzens. Vorhergegangene Durch¬ schneidung des Bückenmarks bedingt keine Steigerung des Blutdrucks. Auf die peripherischen Endigungen der motorischen und sensorischen Nerven so¬ wie auf die Muskeln scheint Pellotin garnicht einzuwirken. Chorwat, A. Prof, lieber die Unempfindlichkeit der Igel gegen das Can- tharidengift. (Wratsch, 1897, JV« 35, S. 964). Um die Richtigkeit der Meinung über die Unempfindlichkeit der Igel gegen das Cantharidin, welches auf andre Säuger so giftig wirkt, zu prüfen, fütterte der Autor Igel mit lebendigen Canthariden. Es erwies sich dabei, dass die Igel ohne merklichen Schaden eine grosse Menge Canthariden (bis 190 Stück, oder 30 Gr.) verzehren können. Bei den Igeln, die auschliesslich mit Canthariden, ohne Beimengung andrer Kost, genährt wurden, wurde stets Gewichtsabnahme beobachtet. Was der Grund dieses Verlustes ist, kann der Autor nicht entscheiden.