304 A N A L Y S E S. des Gehirns, des verlängerten Marks und des Rückenmarks seitens des Uterus erhaltene Effect kann als Folge der Reizung der neuromusculären Elemente des Uterus selbst angesehen werden. Die Experimente des Autors hinsichtlich der Wirkung des Hydrastinins auf die Contractilität des Uterus zeigen, dass dasselbe auf die neuromusculären Elemente des Uterus seihst, nicht aber auf das centrale Nervensystem einwirkt. Michaleff, S. Beobachtungen über die Wirkung des Kefirs bei der Be¬ handlung von Diarrhöe bei Kindern. (Wratsch. 1897, W 21,8.595). Von dem Gedanken ausgehend, dass bei der Behandlung von Diarrhöe die Patienten solcher Nahrungsmittel bedürfen, welche einerseits den Darmka¬ nal nicht reizen, in demselben weder schädliche Gährungsprocesse entwickeln noch solche unterhalten, andererseits sich leicht assimiliren la-sen und nur wenig Fäces geben, verordnete der Autor an Diarrhöe erkrankten Kindern Kefir als Mittel, welches allen diesen Anforderungen vollkommen entspricht. Das Resultat war baldiges Aulhören der Diarrhöe, und der Autor schreibt dasselbe der Wirkung des Kefirs im allgemeinen und der in demselben ent¬ haltenen Milchsäure im besonderen zu. Kaliapin, I. Lieber den Unterschied in der Wirkung des natürlichen und des gasirten Essentuker Mineralwassers Nç yj auf çjje absorbiren- de. secernirende und motorische Thätigkeit des Magens. (Wratsch. 1897, M 27, 8. 753). Der Autor studirte den Unterschied der Wirkung des natürlichen und des gasirten Wassers auf die Functionen des Magens, indem er eine Reihe klinischer Experimente unternahm, in denen die absorbirende, secernirende und motorische Thätigkeit des Magens untersuchte wurde, zuerst ohne Verabrei¬ chung von Mineralwasser, dann nach Verabreichung von natürlichem, nicht gasirtem Essentuker Wasser .V 17, zuletzt desselben Wassers nach dem Gasi- ren. Das Absorptionsvermögen wurde nach dem Moment des Erscheinens des eingenommenen Iodkaliums im Speichel bestimmt, das Secretionsvermögen— auf Grund der im entnommenen Magensaft enthaltenen Quantität Salzsäure; als Maassgabe für die motorische Kraft diente die Zeit, die ein Ewald’sches Frühstück zu seiner Verdauung bedurfte, was durch Magenausspülung be¬ stimmt wurde. Aus den vom Autor erhaltenen Thatsachen ist ersichtlich, dass sowohl das Absorptionsvermögen als auch die motorische Kraft des Magens durch den Gebrauch des Mineralwassers steigt, besonders stark nach dem Gebrauch des gasirten. Auch das Secretionsvermögen ist gesteigert, doch macht sich in der Wirkung des natürlichen und des gasirten Mineralwassers kein Unterschied bemerkbar. Poehl, A. Prof. Präparate der tierischen Therapie (Opopräparate) welche den heutigen Anforderungen der praktischen Medicin genügen. (Wratsch. 1897, M 27, 8. 754). Nachdem der Autor die Anforderungen, welche an die Präparate d<jr tierischen Therapie zu stellen sind, dargelegt, giebt er die Liste der Onoprä- parate, welche in seinem Laboratorium bereitet werden.