302 A X A LYSE S. tractionen des Uterus hervorrufen. Um die willkürlichen rythmischen Zusammen- ziehungen auszuschliessen, injicirte er zuvor 1—2 Ctgr. Morphium. Nach Durchschneidung des Rückenmarks zwischen dem 12-ten Brustwirbel und dem 1-sten Kreuzwirbel, wodurch die Einwirkung des Mittels auf die uterinen Centra ausgeschlossen wurde, fanden die Contractionen des Uterus dennoch, obgleich in geringerem Grade, statt. Dasselbe wurde auch bei Zer¬ störung des Rückenmarks in der Lendengegend beobachtet. Bei Durchleitung von physiologischer Kochsalzlösung mit Extract. Stigmat. maydis durch den Uterus fanden keine Zusammenziehungen desselben statt. Der Ansicht des Autors nach zeugen all diese Experimente dafür, dass Stigmata maydis auf die Con¬ tractionen des Uterus auf vasomotorischem Wege, nicht aber durch Einfluss auf die uterinen Centra oder auf die neuromusculären Elemente des Uterus selbst, einwirkt. Der Autor meint, dass der vasomotorische Effect von der Reizung des Centrums des N. splanchnic., welches in dem pectoralen Teile des Rückenmarks liegt, in Abhängigkeit steht. Die Versuche mit Ustilago maydis zeigten, dass dieses Mittel bei Durch¬ leitung von physiologischer Kochsalzlösung durch den Uterus des Kaninchens Zusammenziehungen des Organs hervorrufen, was ein Beweis dafür sei, dass dieses Mittel auf die neuromusculären Elemente des Uterus selbst eine Wir¬ kung ausübt. Alexandroff, J. Dr. Ueber die desinfecirenden Eigenschaften der iVlilch säure. (<Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. und Bacter.» B. 4, 1897). Auf Grund seiner Experimente ist der Autor zu dem Schlüsse gelangt, dass Milchsäure in einem gewissen (unbedeutenden) Grade die Fähigkeit be¬ sitzt die Entwicklung der Bactérien zurückzuhalten. Mosse-Schwili, W. Ueber die Bedeutung des Cobaitoxyduinitrats ais An¬ tidotum bei Vergiftungen mit Cyanverbindungen. (Aus Prof. Popoffs. Laboratorium. Medic. Westnik, 1897, B. II, .V 3). Um die Bedeutung von Cobaltum nitricum in dessen Eigenschaft als Ge¬ genmittel bei Vergiftungen mit Cyanverbindungen zu prüfen, stellte der Autor Experimente an Hunden an. Aus denselben folgt, dass das Mittel gegen Blau¬ säure unwirksam ist, aber mit Erfolg bei Fällen von Vergiftung mit Cyan¬ kali angewandt werden kann. Schischkin, St. und Riasnianski, M. Materialien zur Pharmakologie von Stigmata maydis. (Experimentelle Untersuchung aus Prof. Popoffs Laboratorium). Experimente an Fröschen zeigten, dass nach der Injection des Extracts bedeutende Verlangsamung der Herzschläge mit lange andauernden diastoli¬ schen Pausen beobachtet wird. Dabei fanden die Contractionen des Ventrikels nicht auf einmal sondern teilweise, peristaltisch statt. Nach weiterer Verlang¬ samung der Herzschläge erfolgte völliger Stillstand des Herzens in der Dia¬ stole. Bei Durchschneidung der Nn. vagorum und Injection von Atropin lieferten Stigmata maydis analoge Resultate. Folglich hängen die beobachte-