A N A L Y S E S. 301 Mosse-Schwili, W. Ueber die vergleichende Wirkung flüssiger, durch Extrahiren mit Petrol- und Aethyläther erhaltener Extracte von Se- cale cornutum auf die Contractilität des Uterus. (Aus dem Labora¬ torium von Prof. Popoff). CpaBHiirejiBHoe ßPilcTBie suukiix'b OKCTpaK- tobh cnopLiHBii, nojyqeHHEiX'B iiocjiL ii3BJieqem2 neipoaeimuML n 9TIU0BLJMrB 9(})Iip0M'B Ha COKpaTHTeJBHyiO CHOCOÖHOCTB JiaTKII. Wie bekannt, haben Robert und Keller die Meinung ausgesprochen, dass bei der Entfettung von Secale cornutum die wirksamen Agentien desselben in den Aether übergehen: bei der Anwendung von Petroläther lässt sich in¬ dessen fast alles ätherische Oel extrahiren, ohne dass die Alkoloide mit extra- liirt würden. Daraufhin beschloss der Autor die Wirkung zweier Extracte. wo¬ von das eine durch Extrahiren mit Aethyläther, das andere auf gleiche Weise durch Extrahiren mit Petroläther gewonnen worden war, auf die Contractilität des Uterus eines Kaninchens zu prüfen. Ein Vergleich schon der ersten Versuche zeigte, dass 1 Grm. des Pe- trolextracts, in das Blut des Tieres eingeführt, bereits nach 2 Minuten starke Contractionen des Uteruskörpers und der Uterushörner verursacht, wobei sicli dieselben nach 2 Minuten wiederholen. Nach Einführung einer gleichen Menge Extract nach dem Extrahiren mit Aethyläther einem Tiere von gleichem Gewicht wie das obige wurden weniger starke Contractionen. gewöhnlich nach 3 Minuten, beobachtet, wobei nur ein Horn und der Uteruskörper sich zusammenzogen. 6 Minuten nacli der ersten Contraction erfolgte eine nochmalige, sehr schwache. Bei wiederholter Ein¬ führung des Extracts wurden analoge Erscheinungen wahrgenommen. Auf Grund dessen stimmt der Autor der von Robert und Keller ausgesagten Ansicht bei, dass wirksamere und beständigere Präparate von Secale cornutum nach Entfettung dieser Substanz durch Petroläther erhalten werden. Finkeistein. B, Dr. Einige Beobachtungen über die Wirkung von Präpa¬ raten Chelidonii majoris bei der Behandlung perniciöser Ge¬ schwüre. (Botkin's klinische Zeitung. 1897, M 17, S. 634). Der Autor wandte Extractum Chelidonii majoris in 5 hoffnungslosen Fäl¬ len an. wo von chirurgischem Eingreifen keine Rede sein konnte. Dabei beo¬ bachtete er in der Wirkung des Präparats nichts Specifisches: weder Runze- lung noch Verringerung der Geschwulst. Schwinden oder Resorption der Drüsen, überhaupt nichts, was auf Rückbildung der Neubildung hingewiesen hätte. Die einzige wahrnehmbare Veränderung war eine Erweichung der Ge¬ schwulst sowie begrenzte Gangränisirung der Haut. Eine schädliche Wirkung des Extracts auf das Herz, worauf andre Autoren (S. <Wratsch>, 1896, V 40) hingewiesen haben, hat der Autor in keinem Falle beobachtet. Braunstein. A. Dr. Zur Pharmakodynamik von Stigmata maydis und Usti- lago maydis. Deren Wirkung auf die Contractilität des Uterus. (Russ. Arch, für Pathol., klin. Nied, und Bacter. B. 4, 1897). Experimente an Kaninchen haben dem Autor gezeigt, dass Stigmata may¬ dis in Dosen von 0,25—0.5 Gr. bei diesen Tierchen ziemlich energische Con- 20*