292 A N A L Y S E S. Serapin, K. Zur Frage nach der Behandlung chirurgischer Formen des Kropfes mit Schilddrüsenpräparaten. (Dissert. St.-Petersburg. 1896). Ki» Bonpoey o Jikuenin xupyprimecKiixa» (|)opMi> 306a npenapaiaMii lUHTOBIIgHOU ;Kejie3H. Der Autor wandte Poehl’s Thyreoidinum siccatum, Baumann’s Thyreoidi- num und Schilddrüsen von Kälbern im rohen Zustande an. Aut Grund seiner Beobachtungen zieht der Autor folgende Schlüsse: die Behandlung des Krop¬ fes mit Schilddrüsen ist als die vorzüglichste Behandlungsmethode der Grund¬ form desselben—Struma parencbymatosum—anzusehen. Bei der Behandlung sämmtlicher Formen kann in 70 Fällen unter 100 auf ein gutes oder mit- teleres Resultat, nur in 7 unter 100 Fällen auf vollständige Heilung gerech¬ net werden. Die Behandlung übt keinen Einfluss auf secundäre oder zufällige Veränderungen im Kropfe, z. B. colloïdale Degeneration oder Entwicklung eines fibrösen Gewebes, aus. Der Einfluss der Behandlung macht sich schon nach einigen Gaben geltend. Das Maximum der Verminderung der Ge¬ schwulst wird—je nach dem Präparat.—nach 2, 3, 4 Wochen erreicht. Die Ab¬ nahme der Geschwulst geht namentlich in die Tiefe. Als bestes Präparat ist das Baumann'sche anzuerkennen. Die Wirkung der Schilddrüse ist eine ener¬ gischere als diejenige der Jodpräparate. In den Anfangsstadien der Gravesschen Krankheit und im Jugendalter ist die Behandlung mit Schilddrüsen noch mög¬ lich und bleibt nicht ohne Erfolg. In stärker entwickelten Graden dieses Leidens muss von diesem Mittel abgestanden werden, da es auf Herz und Nervensystem schädlich wirkt. Eine mehr oder weniger ausgesprochene allge¬ meine Wirkung auf den Organismus ist während der ganzen Behandlungszeit zu bemerken. Das durch die Behandlung erreichte Besultat muss beständig dadurch unterstützt werden, dass von Zeit zu Zeit kleinere Dosen des Mit¬ tels verabreicht werden. Bronstein, A. Ueber die Wirkung des Trikresols. (Medic. Rundschau, 1896, S. 464). Der Autor ist auf Grund seiner Experimente zu folgenden Resultaten gelangt: eine Lösung von Trikresol 1 : 1000 erwies sich nach 2—3 Tage langer Einwirkung auf die untersuchten Bactérien (Staphylococcus pyoge¬ nes,—aureus,—albus, Streptococcus ervsipelatis, Bacillus typhii abdominalis, Streptococcus pyogenes, Bacillus cholerae asiat., Bacillus mallei, Bacill. diphthe- riae), mit Ausschluss von Bacill. pyocyaneus, als unbedingt tötlich. Die Wi¬ derstandsfähigkeit einiger Mikroben ist noch geringer: Streptococcus erysipela- tis und Bacill. mallei gehen schon bei einer Verdünnung von 1:2000, Strepto¬ coccus pyogenes und Bacill. diphtheriae bei einer solchen von 1 : 2500 zu Grunde. Eine l°/()-ige Lösung tötet schon nach 5 Minuten die eitererzeugenden Coccen und die Typhysbacillen und nach 3 Minuten-Bacill. cholerae, mallei und diphtheriae, nach 10 Minuten Bacill. pyocyaneus. Aus dem Obengesagten folgt, dass Trikresol kräftige antiseptische Eigen¬ schaften besitzt.