150 BIBLIOGRAPHIE. Schwankung, welche dann eintreten können, wenn ein grosser Teil derselben in die Zeit der Muskelzuckung fällt, nur deshalb statt, weil der chemische Prozess und die Arbeitsleistung entweder zu- oder abnehmen und sie diesen Veränderungen entsprechen müssen. Schenck’s Ansicht nach bewirkt die Ver- grösserung der Spannung in der zweiten Hälfte der negativen Schwankung stets Verminderung ihrer Höhe. Nachdem vorliegende Arbeit schon beendet war, erschien im Druck eine (in demselben physiologischen Institute zu Halle ausgeführte) Arbeit von Jen¬ sen '), der mittelst des Galvanometers beweist, dass die elektrische Schwankung bei Isotonie und bei Isometrie in einem einzelnen Muskelelemente (mm. addu- ctores) ganz identisch verläuft. B i b I i o g r a p li i e. I. Analyses. Owsiannikow, Ph. Ueber die Nervenelemente und das Nervensystem des Flusskrebses (Astacus fluviatilis) Mit 1 Tafel. Mémoires de T Aca¬ démie Impériale des Sciences de St.-Pétersbourg. VIII Série. Classe Physico-Mathématique. Vol. X. V 2. 1900. St.-Pétersbourg. Die Resultate der vorliegenden Arbeit kann man in folgende Hauptsätze zusammenfassen. Die Nervenzelle besitzt eine Membran, besteht aus Plasma, in welchem Schollen und Primitivfibrillen liegen. Die letzteren sind feiner oder gröber. Feinere Fibrillen liegen um den Kern und bilden ein Maschen¬ werk, die grösseren mehr an der Peripherie der Zelle, gesellen sich zu einem dicken Bündel, welches aus den Zellen durch die Cylinderaxis herausläuft. Der Kern besitzt ein oder zwei Kernkörperchen und eine feste Membran, die manche Eigenthümlichkeiten aufweist. Während die meisten Zellen, was ihren Bau anbetrifft, einander sehr ähnlich sind, ist die Gruppirung der Kernbestand- theile der Körnchen, Fäserchen, Stäbchen eine sehr verschiedenartige. Das Gewebe, in welchem die Nervenzellen gelagert sind, ist wesentlich von dem verschieden, aus welchem die Zellen bestehen. Fs findet kein Uebergang der Fasern aus einem Gewebe in das andere statt. Aron der Nervenzelle gellt in der Regel nur ein Nerv aus, aus dem sowohl Dendriten als Nerven entsprin¬ gen. Die Primitivfibrillen, welche zur Bildung der Nerven und Dentriten bei¬ tragen, liegen in einer halbflüssigen Masse eigebettet. Alle Abdominalganglien sind, was ihren feineren Bau anbetrifft, einander sehr ähnlich. Die Structur der genannten Ganglien hat mit der des Rückenmarkes viel Aehnlichkeit. Man f) „Ueber das Yerhältniss der mechanischen und clectrischen Vorgänge im erregten Muskel“. Pfl. Arch., Bd. 77,