118 ZUR KENNTNISS CER EXTRACTIVSTOFFE DER MUSKELN N — 17,99° 0 17,82% 18,86% 18,24% Cu 20,85% — — 20,79% 20,65% O — — — 20,92% 20,78%, Das Carnosiukupfer zersetzt sich bei etwa 220°, ohne zu schmelzen. Da dur Unterschied zwischen der Löslichkeit des Carnosinkupfers in kaltem und in heisem Wasser nicht genügend gross ist, eignet sich die Verbindung wenig zur Isolirung und Reinigung des Carnosins, aber die sehr charakteristischen Krystalle des Carnosinkupfers können zur Identiticirung des Carnosins von grösster Wichtigkeit sein. Die Krystalle von Carnosinkupfer sind tiefblau ge¬ färbt, erreichen kaum 1 in.m. Grösse und bilden mikroskopische, meistens sechseckige, ganz regelmässige oder verlängerte Tafeln. Ein Theil der Tafeln ist isotrop und zeigt im convergenten polarisirten Lichte das Interferenzbild des einachsigen circularpolarisirenden Krystalles ohne Anomalie und mit positi¬ vem Doppelbrechungscharakter; die Linearwinkel betragen 120°; einige von diesen Tafeln liegen etwas schräg, sind in Folge dessen schwach anisotrop und zeigen einen excentrischen Austritt der optischen Achse. Die anderen Tafeln, die einen Linearwinkel von etwa 105° haben, sind anisotrop; parallel der längeren Kante verläuft die Axe der grösseren Elasticität; im convergenten polarisirten Lichte zeigen diese Tafeln entweder den einen oder den anderen Dalken, welche bei der Drehung des Tisches mit einander abwechselnd und den Ocularfaden parallel das Feld durchstreifen. Die ersten Tafeln können als Pinakoide des hexagonalen Systems aufgefasst werden; die anisotropen Tafeln können Rhomboederflächen sein, da einige dickere Krystalle einen vollständi¬ gen Rhomboöderhabitus zeigen. Manche dickere Krystalle schienen auch eine Combination von dem Prisma erster Ordnung, einem Rhomboeder und dem Pinakoid vorzustellen. Seltener wurden die fünfeckigen und dreieckigen Tafeln, die viereckigen Rhomboederflächen und die auf einer schmalen Fläche liegen- den, bisweilen sternförmig zusammengewachsenen Krystalle beobachtet. Weitere Untersuchungen über das Carnosin werden von uns in Angriff genommen werden. Die auffallende Analogie, die zwischen den Verbindungen von Carnosin und denen von Arginin existirt, ist schon zur Zeit nicht zu verkennen. Das Verhalten bei dem Isolirungsverfahren, die Eigenschaften der Nitrate, der freien Basen, vor Allem aber der Silberbasen, die Einwirkung auf das polarisirte Licht, die Fähigkeit, Silber- und Kupferdoppelsalze zu bil¬ den, sind dem Carnosin und dem Arginin gemeinsam. l) Es ist möglich, dass die Verbindung bei 125° Spuren z. B. von Ammoniak verliert, da es hei dieser Temperatur schwer zur Gewichtsconstanz zu bringen war.