244 LEBER DEN EINFLUSS DER VERSCHIEDENEN STRAHLEN. niger langsamer Strom von Teilchen, und zu beiden Seiten desselben, bewegen sieb die Letzteren in krummen Linien die in den mittleren Strom ein münden. Dieses ist der gewöhnlichste und am leichtesten zu beobachtende Fall, wenn die (senkrechte) Axe der Zelle in der Schwingungsebene des Systems liegt; und da das Letztere auch für die Haarzellen des Ohrlabyrintes gilt, so mag die beschriebene Dämpfungsart der im dem Ohre stattfindenden entsprechen. Die Wirkung unseres Dämpfers lässt sich nun folgendermässen auffassen. So lange die schwingende Zelle unbelastet bleibt, zerfällt dieselbe nach Art einer Glocke in eine Anzahl von Segmenten, welche mehr oder weniger symmetrisch durch den Körper der Zelle verteilt sind. Eine voll¬ kommene Symmetrie derselben ist aber an unserer Zelle offenbar unmöglich, und dazu kommt noch die ungleichmässige Härte iher Wände; dies beides bewirkt den unregelmässigen Gang der Schwingungen, so wie das Zustande¬ kommen disharmonischer Nebentöne in dem Klange des Apparates. Sobald aber die Stäbchen der Zelle so belastet werden, dass sie nicht mehr unab¬ hängig voneinander, sondern als ein zusammenhängendes Ganzes, d. h. alle synchronisch, schwingen können, so tritt die Bedingung für das Zerfallen der Zelle nur in zwei Segmente ein (der Dämpfer wirkt ja auf eine Hälfte des Zellenkörpers); und dieses Zerfallen findet wirklich statt, sobald die Schwin¬ gungen des Diapason so geregelt werden, dass sie mit denjenigen der in zwei Hälften zerfallenen Zelle zusammenfallen. Ein solches Anpassen des gläsernen Diapason isi ja, wegen der Nachgiebigkeit seiner Zinken, leicht möglich. Alle diese Auseinandersetzungen gelten natürlich nur so lange, als man das an den makroskopischen Theilen Beobachtete auf die mikroskopischen Ge¬ bilde übertragen darf. Zur Frage über den Einfluss der verschiedenen Strahlen des Spcctrums auf die Entwicklung und die Färbung der Tiere. Yon Dimitri Nenükow, aus dem physiologischen Institute der K. Universität Moskau In letzter Zeit lenkt das Studium des Einflusses der Medien auf den tie¬ rischen Organismus die Aufmerksamkeit der Naturforscher immer mehr auf sich. Nach einer Reihe experimenteller Arbeiten über den Einfluss der Nah¬ rung, der Temperatur, des Umfangs u. s. w. ist die Frage über die Entste¬ hung der Färbung, cler verschiedenen Formen des tierischen Körpers und manche andere dunkle Fragen in einem gewissen Grade aufgehellt worden. Während jedoch die Lösung einiger derselben schon von verschiedenen Seiten