164 Literaturberickt, »«gleich als Grundlagen des cerebralen Bewufstseins auffafst. Bai ge- «arnmic Bewufstsein ist nur ©in Zusammensein von cere¬ bralen» muskulären und visceralen Organempfindungen. Verl selbst setzt hinzu» nur ein© Hypothese» keine wissenschaftliche Wahrheit traf© er vor: alle Anhänger der Orgftnempfindungstheorieen seiten darias lernen, wohin es führt» wenn wir wiederum in der Psychologie mit er¬ schlossenen Postulaten an Stelle von wohl heoh&chteten und von Jeder* mann in beobachtenden Thatsaehen arbeiten. Brahn (Leipzig). Bich. Benjamin. leier iitt phjiiologischea lli pathologischen Schlaf. Zsif- Bckriß f. Psychiatr. Bd. 64, Heft 6. 1898. Verf. hat innächst die verschiedenen Theorien Iber den physiologi¬ schen Schlaf zusammengestellfc, um sich dann, mit den Zuständen von ver¬ mehrtem Schlaf, wie sie bei gewissen körperlichen und geistigen Er- kramkungen beobachtet werden» kurz in befassen. Er bringt dafür einige von ihm beobachtet© neuere Krankengeschichten bei. Er kommt zu den, .Schlufs, daß der Schlaf zwar die nothwendige Folge jedes aus der Aufsen- .welt stammenden Sinnesreize ist, — daß dies aber nicht für alle Falle paßt» da Schlaf auch ohne dies auftreten kann. Gewisse 'bei langer an* dauernder Gôhimtà&tîgkeit auftretend© Stoffe (Pbbtbb, Ermüdung&stoffe, Milchsäure) m.ttss©n offenbar auf dem Wege der Bhitcirculation gewisse Centren in speciflscher Welse reizen. Als solch© kommen in Betracht „di© der Medulla oblongata, des centralen Höhlengrau» schließlich die di« dicht unter dein Boden des Aquaeduct. Sylvii» in der Kegio subthalamic» nahe dem rothen Kern, der Haube gelegenen LuTs'schen Körpere (Mbynebt). Di© Bedeutung des rothen Kerns und des in der Med. oblongata gelegene! Centrums ist auf anatomischem und experimentell physiologischem Weg® gefunden worden» während diejenige des centralen Höhlengrau für den Schlaf ans klinischen Beob.achtu.ngen und pathologisch anatomischen Be¬ funden deducirt wird. Welches nun auch das anatomisch© Substrat für den Schlafzustand ist, so ist jedenfalls die Function des (hypothet.) Schlaf- centrums abhängig von bestimmten im Blut kreisenden und von demselben aus wirkenden Substanzen. ■ Uüwfenbach. 'Gsobob B. St bison, lim® llemory Tests of White» and Blacks. Ptychol. Bet». IV (3), 8. 286—289. 189?. An einer großen ZaU (1000) von zum Theil den, kaukasischen» zum Theil der negroiden Basse angehörigen Schulkindern wurden Gedächtniß- Prüfungen in. der Weise angesteUt, dafs ihnen verschieden© Vera© und Strophen vorgesagt wurden, die sie dann, einzeln auswendig nachzusagta hatten, Die ursprünglich© Gedächtnifsbeanlagung beider Bassen zeigte •ich dabei, von ziemlich gleicher Gröfse und. hielt sich im Greisen und Ganzen auf der Höhe der mit Hülfe der üblichen Schulclassificatibn bereite gemessenen intellectuellen Leistungsfähigkeit der untersuchten Schüler. Der Verfasser erblickt darin, ein© Stütze seiner Ansicht» dafs diese zu jener in einem gewissen Abhängigkeit#-Verhiltniß steht. Witasek (Graz).