Kleinere Mitteilungen. Neue Methode zur Herstellung homogener grauer Flächen von verschiedener Helligkeit. Yon Kael Maebe. Bei psychophysisch-optischen Versuchen bedarf man häufig grauer Flächen von verschiedener Helligkeit. Um dieselben herzustellen, bedient man sich gewöhnlich des Farbenkreisels, auf dem man eine schwarze und eine weifse Scheibe (nach Maxwell) in beliebigem Verhältnis miteinander kombinieren und so durch Rotation beliebige zwischen Schwarz und Weifs liegende Helligkeiten erzeugen kann. Diese Methode der Herstellung grauer Flächen ist aber dann sehr unpraktisch und oft unmöglich, wenn man den zu benützenden Flächen eine andere als die Kreisform geben mufs. Und sie ist ausgeschlossen, wenn man Untersuchungen über die Abhängigkeit der für die Entstehung konstanter Empfindungen erforderlichen Successionsgeschwindigkeit der Reize einerseits von den Helligkeitsunterschieden der Reize andererseits anstellen will: denn in diesem Fall kann man die zu prüfenden Reize selbst natür¬ lich nicht auch durch intermittierendes Licht erzeugen. Es giebt also Fälle, in welchen homogene graue Papiere von ver¬ schiedener Helligkeit thatsächlich von Nutzen sind. Es liegt nun nahe, diese Flächen einfach mit dem Pinsel herzustellen durch entsprechend ge¬ mischte Pigmente. Indessen ist es schwer und mühsam und für eine grofse Zahl von Personen geradezu unmöglich, auf diese Weise zu wirklich homogenen Flächen zu gelangen. Ich habe daher auf photographischem Wege eine Reihe von verschieden hellen Papieren hersteilen lassen, indem ich Stücke aus Chlorsilberpositivpapier verschieden lange Zeit in Kopierrahmen dem diffusen Tageslicht aussetzen und dann fixieren liefs. Man erhält auf diese Weise schöne, homogene Flächen-, kleine Ungleichheiten können durch Retouchieren beseitigt werden. Aber die mittleren Stufen erscheinen stark und verschieden gefärbt, während die Farbigkeit nach Weifs und Schwarz zu abnimmt. Wird das Chlorsilber-