Ein flufs von Lichtstärke und Adaptation auf das Sehen des Dichromaten. 3 Dichromat ist, und zwar der Gruppe der Grünblinden im Helm- HOLTZschen Sinne angehört, unter Mitwirkung und Beratung des anderen, die betreffenden Beobachtungen in systematischer und messender Weise auszuführen. Über die Ergebnisse soll im folgenden berichtet werden. Yorausgeschickt sei noch, dafs die Beobachtungen durchgängig mit einem von der Firma Schmidt &Hänsch gebauten Farbenmischungsapparate der yon Helmholtz zuerst angegebenen, seitdem von König mehrfach modifizierten Art angestellt wurden. Bekanntlich gestattet der Apparat, jedes der beiden aneinanderstofsenden Felder mit einem homogenen oder auch mit der Mischung zweier homogener Lichter zu erleuchten. Eine Keihe speziellerer Bemerkungen über den Apparat, seine Benutzung, die Berechnungen etc. sind in dem den Schlufs dieser Abhandlung bildenden Abschnitt VI zusammengestellt. Die verschiedenen spektralen Lichter sind im Folgenden entweder nach ihrer Wellenlänge, in pp, oder aber auch nach ihrem spektralen Ort, in Teilstrichen der Skala des Kollimators angegeben ; die letzteren Zahlen sind von dem Ort des Lithium¬ lichtes (670,8 pp) als Nullpunkt aus gerechnet und in vier¬ eckige Klammern eingeschlossen. Die diesen spektralen Orten entsprechenden Wellenlängen sind aus der im Anhänge ge¬ gebenen Tabelle ersichtlich; so ist also z. B. [6] ein Licht, dessen spektraler Ort um 6 Teilstriche von dem Orte des Lithium¬ lichtes entfernt ist; seine Wellenlänge = 591 pp. Und zwar beziehen sich diese Angaben alle auf das Spektrum des Kolli¬ mators II, welches in seiner ganzen Ausdehnung durchuntersucht wurde, während der Kollimator I die feststehenden Yergleichs¬ lichter von konstanter Wellenlänge zu liefern hatte. 1. Hellgleichungen. Die Aufgabe einer systematischen Darstellung der für einen Dichromaten geltenden Mischungsgleichungen kann, wie angedeutet wurde, unter mancherlei verschiedenen Modalitäten gestellt werden, welche sich auf die Stärke der benutzten Lichter, auf den Adaptationszustand des Auges und auch auf die bei der Beobachtung funktionierende Netzhautpartie beziehen. Lassen wir uns bei der Wahl aus der grofsen Zahl sich so 1*