Erwiderung. 295 Mit diesen Zugeständnissen können wir Früheren zu¬ frieden sein. Die Theorie selbst sucht Meyer durch eine aus Faist’s Ver¬ suchen berechnete Tabelle aufs Neue zu stützen. Aber wenn eine Lehre der Wirklichkeit so offen widerspricht wie die seimige, so kann die beste Erklärung daraus nichts nützen. Was hilft ein durchlöcherter Rock, wenn er noch so gut sitzt? Ich werde demnächst zeigen, dafs man für die fragliche Erscheinung (ihre einwandfreie Constatirung vorausgesetzt) ©ine Erklärung geben kann, welcher auch Meybb nahegekommen ist, an deren richtiger Fassung ihn aber eben seine Theorie der Unmusikalischen ver¬ hinderte, während sie sich vollkommen in die bisherige Auf¬ fassung einfügt. Ich gehe aber absichtlich hier nicht darauf ein, um nicht die Meinung zu begünstigen, als ob an diesem Punkte die Entscheidung läge. Die Unmöglichkeiten aber, die ich in seinen Aufstellungen nachgewiesen, sucht Meyer nunmehr auf ein© zu kurze Aus- drucksweise zurückzuführen und durch ausführliche Erläuterungen dessen, was er sich dabei gedacht habe, zu heben. Wäre eine Verständigung auch hierin zu hoffen, so würde ich nun wieder auf alle Einzelnheiten ©ingehen und ihn zu überzeugen ver¬ suchen, dafs auch so nicht durchzukommen ist; dafs man aufser den Menschen, die regelmäfsig alle Töne aus einem Zusammenklang heraushören, und denen, die keine Töne heraushören, solche unterscheiden mifs, die unter gleichen Umständen nur einige Tine heraushören, oder bald Töne heraushören, bald nicht; dafs ferner zu dieser Classe die Mehrzahl sowohl der Musikali¬ schen als der Unmusikalischen gehört, während die beiden ande¬ ren Classen relativ seltene Extreme darstellen ; dafs Musikalische und Unmusikalische sich innerhalb der genannten Classe nur graduell unterscheiden; dafs die von mir und Faist benützten Unmusikalischen nicht zu den seltenen Extremen, sondern zu den/Vielen gehören,'die in einem Zweiklang die beiden Grund¬ töne bald heraushören bald nicht; dafs dagegen Meyee’s all¬ gemeine Theorie der Unmusikalischen lediglich auf die Extremen palst, die wir absichtlich und ausdrücklich von den Versuchen ausgeschlossen haben. Aber wir hegen offenbar verschiedene Anschauungen über das, worauf es bei einer wissenschaftlichen Discussion in erster Linie ankommt. Ich pflege, wie mein Kritiker ans jahrelanger