Erwiderung, Von C. Stumpf. In Being auf den ersten wesentlichen Punkt unserer Contro¬ verse, die Anwendbarkeit von obertonhaltigen Klängen zur Fest¬ stellung der Verschmekungsth&tsachen, gesteht Meykb nunmehr su, dafs seine vorher allgemein und apodiktisch ausgesprochene Forderung, man dürfe nur einfache Töne verwenden, lediglich bedingungsweise gilt Früher hörten wir (XVII, 402), bei director Beobachtung durch Musikalische habe man „gar kein© Sicherheit dafür, dafs das Urtheil durch die Beitöne unbeeinflufst ge hieben sei“ Jetzt: „Die Obertöne können auf die Leichtigkeit oder Schwierigkeit des Heraushörens der Grandtöne kaum einen Einfl'ufs ausüben.“ Dafs die Verschmelzung selbst durch die Beitöne nicht geändert wird, hat Meter ohnedies auch schon damals anerkannt An meinem Hinweis, dafs die Consonant* unterschiede seit undenklicher Zeit an obertonhaltigen Klingen, beobachtet worden sind, hat er jedoch auszusetzen, dafs auf ^diese Weise in. der Praxis doch nur die allergröbsten Consonant unterschiede festgestellt seien. Dies klingt so, als wenn irgend Jemand, etwa er selbst, noch mehr Abstufungen als die Musiker beobachtet hätte. Mir ist nichts davon bekannt geworden. Bei Unmusikalischen war es früher „ganz gelbstverständtcl, dafs die Differenz- und Obertöne das Urtheil beeinflussen“ (s. das.) Jetzt gilt es nur bedingungsweise, für den Fall nämlich, daft man seine Theorie zu Grande lege, wonach diese Individuen eine Mehrheit von Tönen in einem Zusammenklang fast aus¬ nahmslos nur erschliefsen, nicht wirklich wahmehmen ; weil dama die Klangfarbe als solche entscheidenden Einflufs auf das Ur theil gewinnen kann. Gehe man nicht von dieser Theorie am dann könne die Anwendung solcher .Klänge in der That sogar vorteilhaft sein.