Abnorme Âugenstellung bei excentrisch gelegener Pupille, 263 Wem man ihre Sehschärfe ohne Gläsercorrectur untersuchte» drehte sie das Auge nasalwärts nach oben, sodafs sie die excen¬ trisch gelegene künstliche Pupille dem zu führenden Objecte mehr zuwendete. Wenn man dagegen die Refractionsanomalie mit Gläsern corrigirte, stellte sich das Auge wie ein normales» so dafs also das yorgehaltene Object ungefähr auf der Cornealaxe lag, Dafs sie ohne Gläser auch wirklich fixirte und nicht etwa ms Blaue hinein schaute» wurde durch die richtige Deutung der vorgehaltenen Sehproben dargethan. Durch die verhältnifs- mäfsig Meine Oeffming in der Ms 'war die Sehschärfe auch ohne Correction dazu genügend. Eine einfach© Ueberlegung zeigt» dafs diese Erscheinung nach den bekannten optischen Gesetzen leicht zu erklären ist. ln unserem Falle mit einer Hypermétropie von 11 Dioptrieen wurden» wenn das. Auge einen Punkt In, 1 Meter Entfernung fixirte, bei Vorhaltung eines Glases von 12 Dioptrieen alle Stahlen in der Fovea centralis sich vereinigen, gleichviel ob eine Mein© excentrische oder eine grofse centrale Pupille besteht. Lassen 'wir nun vorläufig das Auge seinen Stand behalten und nehmen wir das Correctionsglaa fort, so würden» bei grofser centraler Pupille all© Strahlen nach einem hinter der Retina ge¬ legenen Punkte convergixen. Auf der Retina würde sich ein grofser Zerstreuungskreis bilden, dessen Centrum ungefähr in die Fovea fallen würde. Nun können aber in unserem Falle nur1 die temporal unten durchgehende Strahlen die Retina erreichen, und da die Oeffming in der Ms ziemlich Mein ist» werden diese Strahlen temporal unten von der Fovea ein Bild des vorgehaltenen Objectes geben. Um 'dieses Bild zu ixiren cl h. also m üe Fovea fallen zu lassen, nmfs das Auge eine Drehung nach oben nasalwärts machen: die Pupile mufs sich dem Objecte mehr zuwenden. Dafs diese Drehung wirklich stattfindet» wurde durch die oben mitgetheilte klinische Beobachtung dargethan» 'und wir haben es durch die folgenden Experimente weiter m bestätigen versucht Die Accommodation eines Auges wird mittels eines Mydria- ticums gelähmt und die Pupille erweitert; während das andere Auge verdeckt und der Kopf gut fixirt ist» wird möglichst nahe vor das atropinisirte Auge ein schwarzes Schirmehen aufgestellt mit scharfgeschnittenem senkrechtem Rande.