Die ÀehnlichkeitsaRsociation. 249 zwischen bestimmten Elementen erlebt haben, ist zugleich der Disposition nach eben diese räumliche Beziehung zwischen be¬ liebigen anderen Elementen, sofern es in der Natur dieser Ele¬ mente liegt, dieser räumlichen Beziehung zugänglich zu sein. Eu dem Begriff „goldene Berge“ gelangen wir auch auf dem Wege der Vergröfserang. Wir haben schon Meiner© und gröfser© Goldmassen gesehen. Die Beziehung des Kleineren zum Gröfseren oder die Weise des Fortganges von jenem zu diesem übertragen wir auf die grüfsere Masse und es liegt nur an uns, die Vergröfserang so lange fortzusetzen, bis wir bei einem, goldenen Berg angelangt sind. Auf diesem Wege gelangen wir schüefslich zum Begriff des unendlich Grofsen, des Unend¬ lichen überhaupt So begründet denn jedes in abstracto unterscheidbar© Moment irgend eines psychischen Vorgangs eine Aehnlichkeitsassociation. Dm weite Gebiet der Wirkung desselben haben wir freilich nicht einmal annähernd erschöpft. Es mag jedoch genügen, auf die Wirkung dieser unendlichen Mannigfaltigkeit von Aehnlioh- keiten, die nicht im Bewufstsein fundirt sind, in der Hauptsache hingewiesen zu haben insbesondere gegenüber der Meinung, dafs Aehnüchkeiten immer im Bewufstsein fundirt sein müssen, von welcher Voraussetzung z. B. auch Bhbbnfels bei seiner „Gestalt- qualität“ ausgeht Soweit bisher von der Wirkung der Aehnlichkeitsassocia- tion die Rede war, hatten wir nur ihre reproductive Leistung im Auge. Für die sonstigen Leistungen derselben — die wir kurz als apperceptive bezeichnen könnten — insbesondere für die Weise, wie die Aehnüchkeit unsere „Aufmerksamkeit“ von Empfindungen zu Empfindungen oder von Wahrnehmungen zu Wahrnehmungen leitet, oder bei solchen festhält, dadurch Ganze aus ähnlichen Elementen heraushebt, uns in der Weit orientirt u. s. w. verweise ich auf Lifps, Grundthatsaehen etc. VI, X und XV. (Eingegangen am 5. Juni 1898,)