Literatur ker ich t. 157 H. C. Warben, fl« Reaction firn« if Counting. Psychol Eev. TV (6\ B, 569 Ms 501. 1891. Audi: Princet. Contrib. II (S), S. 99—121. 1898. Die Reactionszeit für das streng simultane Unterscheiden und Zu sammenfassen gleichartiger einfacher Gesichtsobjecte, mittels des Lieht reactionspendels untersucht, ißt nach Verl, durchschnittlich 200 0 gröfser als die kürzesten sensoriellen Reactionen hei denselben Beobachtern. Die .Anzahl der Objecte soll (Augenbewegungen streng vermieden, jedoch ohne Anwendung eines etwa den äufseren Irisrand control!renden Pupillometers In schräger Stellung) höchstens vier sein. Dies ist jedoch kein endgültiges Resultat, denn wenn auch Berücksichtigung der räumlichen Verhältnisse als solcher, die Erwartung einer bestimmten Anzahl, das Wiedererkennen (durch Wechsel der Karten), dm als ungenaues oder nachträgliches Er¬ fassen aufzufassende blofse Errathen vermieden wurden, so fehlen doch folgende Umstände: Zerlegung der „besonderen Anstrengung“ der Auf¬ merksamkeit, welche nach Verf. die Anzahl noch erhöhen kann, (unter Anderem, z. B. die unbestimmte Erwartung einer gröfeeren Anzahl), Re¬ gulirang und Variation der Accommodation, Erhöhung und Abstufung der Intensität durch rückwärtige Beleuchtung hei ausgeschnittenem Carton, horizontale und nicht nur verticale Reihenanordnung, Variation der Distanzen zwischen den Objecten. Die für die Reactionsversuche ge¬ wonnenen richtigen und falschen Fälle sind ohne Control versuche auch nicht für die so benannte Maafsmethode übertragbar; bei geübten Personen und Benutzung des Schallschlüssels vielleicht ohne Bedeutung, bedarf sie jedenfalls der Contrôle. Die obere Grenze der Reactionszeit für die Zahl 1 darf nicht als entscheidendes Merkmal für ein wirklich- einheitliches Er¬ fassen angesehen werden, da diese Bestimmung zunächst nur ein zeitliches Merkmal ist und. eine derartige Auffassung jede eingehendere Untersuchung, auch nach der Beziehung der Aufmerksamkeit zu den räumlichen Ver¬ hältnissen einschliefslich der zu jedem Unterscheiden noth wendigen, Distanzen, völlig abschneiden, würde. Der Einflufs der letzteren Iftfst sich durch Undeutlichkeit der Unterlage und Irradiation der Objecte (bei einer etwas über das Object hinausgehenden Accommodation, sowie auch durch Wahl höherer Intensitäten, als sie Pigmentpunkte bieten.) noch herab¬ setzen. Die Anordnung der Objecte war hier mehr oder minder complicirt (Quadrate, Kreise in kreisförmiger Anordnung), spricht aber für die allge¬ meiner©' Bedeutung des Untersuchten. Indessen hat sie die Facforen der Gröfse (Wirkung gegenüber den Distanzen), Gestalt und Anordnung in diese Untersuchung mit hineingezogen. Auch, über eomplieirteres Erfassen wurden zeitliche Feststellungen für Combi nation en gemacht. P. Mbntz (Leipzig). Zinueble. Oebcr die Bedeutung dee Balkenmangek im menschlichen firofshirne. Arch, f, Psychiatr. Bd. 30. 1898. Der Balken, das Corpus callosum, ist bei Säugern zuerst vorhanden, und nimmt seine Mächtigkeit mit der auf steigenden Entwickelung zu. Am besten entwickelt ist er beim Menschen und ist die Annahme berechtigt,