215 (Aus dem Psychologischen Institut der Universität Marburg.) Über die Beziehung des Zwischenmediums zu den Transformations- und Kontrasterscheinungen. Von Tbea Cramer. 1. Kapitel. Das kontragrediente Yerhältnis zwischen der Deutlichkeit des raumhaften Zwischen¬ mediums und der Gröfse der Transformation. In den bisherigen Farbenuntersuchungen der vom hiesigen Institut herausgegebenen Serie ist von dem zwischen den Sehdingen erscheinenden Zwischenmedium noch nicht eingehender die Rede geweseii. Der in diesen Arbeiten mitgeteilte Tatsachen¬ zusammenhang erfordert nun aber an gegenwärtiger Stelle eine eingehendere Untersuchung des Zwischenmediums als ein uner- läfsliches Glied der dargestellten Tatsachenkette, ohne dessen Einfügung die Darstellung nicht zum Abschlufs gebracht werden kann. Diese Arbeit behandelt die Beziehung des optischen Zwischen¬ mediums zu den Transformations- und Kontrasterscheinungen.1 Unter Transformation verstehen wir mit Jaensch die subjektiven Helligkeits- und Farbenänderungen, die bei abnormer Beleuchtung, sei es nun bei farbigem Licht oder bei Beschattung, auftreten. Unter Zwischenmedium verstehen wir die Erscheinungsweise des leeren Raumes zwischen den Sehdingen. Das Zwischenmedium 1 Vgl. die vorangegangenen Arbeiten von Jaensch, Jaensch und Müller, Kroh und Herwig in dieser Zeitschrift und in der Zeitschrift für Psycho¬ logie.