243 (Aus der physikalischen und sinnesphysiologischen Abteilung des Physiologischen Instituts der Universität Berlin) Die Unterschiedsempfindlichkeit für Farbentöne bei verschiedenen Farbensystemen Von Dr. med. Erich Sachs Assistent am Institut Mit 7 Abbildungen im Text Die Unterschiedsempfindlichkeit (U.E.) für Farbentöne ist bei den verschiedenen Gruppen der anomalen Trichromaten noch verhältnismäfsig spärlich in quantitativer Hinsicht erforscht. Vergleichende Messungen der U.E. sind aber die Voraussetzung zur Klärung der Fragen nach dem Zusammenhang der ver¬ schiedenen Formen der Anomalie untereinander und ihrer Be¬ ziehungen zu den entsprechenden Formen der Dichromasie. Seit den grundlegenden Arbeiten von A. König, J. v. Kries, W. A. Nagel, A. Guttmann, in denen das Wesen der Anomalie aufgeklärt wurde, sind es in den letzten Jahren vor allem die Untersuchungen von A. Kohlrausch und seinen Mitarbeitern, sowie von E. Engelking gewesen, denen wir neue Tatsachen¬ feststellungen auf gesicherter Basis verdanken. So untersuchte Engelking1 zuletzt die spektrale Verteilung der Unterschieds¬ empfindlichkeit für Farbtöne vergleichend bei einer Reihe von Protanomalen und Deuteranomalen dadurch, dafs er an 7 Punkten des Spektrums zwischen 670 nn und 420 juju die eben unter¬ scheidbaren Wellenlängen aufsuchen liefs. Er konnte nach weisen, 1 E. Engelking, Über die spektrale Verteilung der Unterschieds¬ empfindlichkeit für Farbentöne bei den verschiedenen Formen der anomalen Trichromasie. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 77, Beilage-Heft S. 61—75. 1926. Zeitschr. f. Sinnesphysiol. 59 18