55 • • Uber eine neue Methode zur Bestimmung der Flimmerwerte Von Prof. E. Woelfflin (Basel) Mit 2 Kurven Untersuchungen, die ich in der letzten Zeit zur Vergleichung von heterochromen Helligkeiten anstellte, führten mich zur Über¬ zeugung, dafs unter den verschiedenen Methoden, die bisher zur Lösung dieses Problems angegeben worden sind, die Flimmer¬ methode noch relativ wenig Berücksichtigung gefunden hat. Im Gegensatz zur Methode der Peripheriewerte und der Minimal¬ feldhelligkeiten, bei der auf eine direkte Vergleichung von zwei benachbarten Flächen abgestellt wird, stellt die Flimmermethode eine sogenannte, indirekte Prüfungsart dar, indem nicht auf Helligkeitsdifferenzen, sondern auf Verschmelzungsvorgänge ein¬ gestellt wird. Ebenso wird beim PuLFRiCHschen Stereoeffekt das Problem der Helligkeitsvergleichung indirekt gelöst unter Zu¬ hilfenahme unseres Tiefenschätzungsvermögens. Da die eben erwähnten Methoden mit wesentlich verschiedenen Voraus¬ setzungen arbeiten, so ist es a priori klar, dafs die mit denselben erhaltenen Resultate sich nicht vollkommen decken können. Man hat deshalb auch nur ein annäherndes Parallelgehen zwischen den Resultaten der Flimmermethode und denjenigen der Mini¬ malfeldhelligkeit bzw. den Peripheriewerten gefunden. Ich möchte an dieser Stelle nicht kritisch auf den Wert der verschiedenen Methoden mich einlassen, die zur Lösung der Frage der heterochromen Helligkeiten angegeben wurden, sondern nur kurz erwähnen, dafs der PuLFRiCHsche Stereoeffekt nur dann Verwendung finden kann, wenn der betreffende Untersucher über einen guten stereoskopischen Sehakt verfügt. Was ferner die Zeitschr. f. Sinnesphysiol. 59. 5