Rhythm. 1Ï echsel in der Auffassung räumlich-zweideutig er geom. Figuren ^$5 Die Verschiedenheit der beiden Grenzzustände eines so¬ matischen Feldes kann noch viel durchgreifender sein, der Übergang von einer Phase in die andere noch viel schroffer als im beschriebenen Modell, eine spiegelbildliche Gleichheit der beiden Zustandsphasen ist also keinesfalls Voraussetzung für ein schwingfähiges System. Hier spielt der Begriff der Schwelle eine Polle, ein Begriff, den auch die Physik kennt, sei es im Zusammenhang mit der Passivität (H202-Katalyse) oder als Minimalfrequenz im photochemischen und photoelektrischen Effekt. Im organischen System ist ferner die Struktur, sowohl die mikro¬ skopische wie die Ultrastruktur von ausschlaggebender Bedeutung. Abb. 4 Damit ist die endgültige Beschreibung desjenigen somatischen Feldes gegeben, dessen periodisch-stationärer Zustand das rhyth¬ misch alternierende Erlebnis fundieren kann, und zwar derart, daß die Tönung des Erlebnisses sprunghaft sich ändert (Um¬ schlag), die Deutlichkeit dagegen kontinuierlich. Der Tönungs- v echsel erfolgt in dem Augenblicke, indem das Svstem seine Ruhelage in der einen oder anderen Richtung überschreitet und sich dem einen oder anderen nicht spiegelbildlich gleichen Grenzzustande nähert. Bis zur Rückkehr wird die Tönung be¬ stehen bleiben, um beim Passieren der Ruhelage in der anderen Richtung umzuschlagen usf. Da ferner die Deutlichkeit des Er¬ lebnisses nicht maximal ist im Augenblick des Umschlags, sondern später (s. Abb. 4), ist offenbar nicht die absolute Geschwindigkeit des Prozesses — sie wäre maximal im Augenblick des Umschlags (im mechanischen Modell) — sondern die Beschleunigung maßgebend für den Grad der Deutlichkeit des Erlebnisses; die 13*