326 (Aus dem Seminar für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität.) • • über die Fähigkeit der Schallokalisation in ihrer Bedingtheit durch die Schallqualitäten und die Gestalt der Ohrmuschel. Von Generaloberarzt a. D. Dr. Brunzlow, Facharzt f. Ohren- Hals- u. Nasenleiden a. Versorg.-Krankenhause Münster i. W. Mit 12 Abbildungen im Text. In seinem grofsen Sammelbericht „Über die Lokalisation von Schallreizen“ aut dem 6. Kongrefs für experimentelle Psycho¬ logie in Göttingen 1914 hat Otto Klemm die ganze umfangreiche Literatur über diesen Gegenstand zusammengestellt und die ver¬ schiedenen Theorien über diese Fähigkeit des menschlichen Hör¬ vermögens gegeneinander abgewogen. Von den vier Theorien, welche sich um den Vorrang streiten und wTelche dem binauralen Zeitunterschied, der Phasenverschiebung, der Intensitätsdifferenz oder der Klangfarbenabweichung je nach Neigung des Autors den Vorzug einräumen, ist in letzter Zeit namentlich der ersten die Aufmerksamkeit zuteil geworden. Klemm, 1914 selbst noch ein Gegner der Zeittheorie (S. 229 a. a. 0.), hat sich ihr in späteren eigenen Untersuchungen 1 sehr weit genähert, wenngleich er nicht verkennt, dals auch durch sie noch längst nicht alle Frage¬ stellungen befriedigend beantwortet werden. Dagegen sind von Hornbostel und Wertheimer2 später zu der Ansicht gelangt, O. Klemm, Untersuchungen über die Lokalisation von Schallreizen. Archiv f. Psychologie 38, S. 71—114 und 40, S. 117—146. 2 Sitzungsberichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften 20 S 388 1920. ’