Emil v. Skramlik. chemische Stoffe auslösbar sind, in eigenartiger Weise nach peripheren Stellen projiziert werden (s. Abb. 9) und zwar : die süfse und saure Geschmacksempfindung auf den Nasen¬ boden, die Kälteempfindung in die weiter nach aufsen ge¬ legenen Anteile des Vorraums zum mittleren Nasengang, die Wärmeempfindung fast in die gleiche Gegend, nur etwas mehr nach höher innen, die Tast- und Stichschmerz¬ empfindungen endlich an diejenige Stelle der Schleimhaut, Abbildung 9. Sagittalschnitt durch die Nase. Mit den Punkten bei 1 ist die Stelle mar¬ kiert, wohin die Geschmacks-, mit 2, wohin die Kälte-, mit 3, wohin die Stichschmerz- und 4, wohin die Wärmeempfindungen subjektiv projiziert werden. die das Vestibulum nasi auskleidet, vorwiegend aber deren seit¬ liche Partien. Diese Begleitempfindungen machen sich alle stets auf der gleichen Seite bemerkbar, wo der Riechstoff dargeboten wird. Fehlen sie, so ist eine Lokalisation der Rechts- und Links¬ eindrücke völlig ausgeschlossen. Von dieser Tatsache habe ich mich durch lange Reihen von Versuchen überzeugt. Als Urteile waren dabei erlaubt: 1. Ortsangabe bestimmt (objektiv richtig oder falsch), 2. Ortsangabe unsicher (objektiv richtig oder falsch), 3. Ortsangabe unbestimmt. Richtige und objektiv richtige, sub-