Neue Untersuchungen über das Tiefen- und Ebenensehen. 35 Wölbungserlebnis ist der Grund das Nicht auf treten einer Quer¬ disparation bei Seitlichwenden des Blickes. Ein extremer Fall ist das Himmelsgewölbe am Tage. Es hat überhaupt keine Punkte, die disparat in beiden Augen erscheinen können. Es erscheint monokular bei wanderndem Blick infolge der orthogenen Lokalisation genau so gewölbt wie binokular. Sind irgendwelche Marken da auf dem Gewölbe, wie z. B. die Sterne in der Nacht, so können sich die beiden Phönomene ergänzen. Bei ruhendem Blick wird der vor einem stehende fixierte Stern unter gleich hellen Sternen zurücktreten infolge von Querdisparation auf Grund des HiLLEBRANDschen Phänomens. Wird nun der Blick bewegt, so ordnet sich dieser Gewölbeein- durck nach Hillebrand dem Gewölbeeindruck infolge orthogener Lokalisation ein Wir hoffen, dafs diese Argumente genügen, um die Eigen¬ artigkeit unseres Phänomens dem Helmholtz-Hering-Hille- BRAKDschen gegenüber nachzuweisen und das Verhältnis der beiden zu kennzeichnen. Eine Zusammenfassung der Resultate befindet sich am Anfang. 3*