2 Ernst Lau. noch erheben kann, gilt. Einwände könnten sich aus den TscHEEMAKschen1 Arbeiten ergeben. Er hat verschiedene Ebenen¬ einstellungen bei fallenden Tropfen und hängenden Loten kon¬ statiert. Auch die Phänomene der scheinbaren Gröfse könnten für Helmholtz sprechen. Für die Beobachtungen Tschebmaks ergaben sich übrigens im Laufe unserer Versuche interessante Aufklärungen. In dem letzten Teil wird einmal von der Fragestellung ab- gegangen : Wie ist der Horopter bei symmetrischer Augenstellung. Wir fragen : wie ordnen wir eine Reihe von Stäben in eine scheinbare frontale Ebene bei bewegten Augen. Auch hier können wir die bisherigen Kenntnisse erweitern und einige über¬ raschende psychologische Tatsachen nachweisen. Ich danke an dieser Stelle Herrn Prof. Dr. Rupp (R.), der mich auf den Problemkreis aufmerksam gemacht hat und meine Arbeiten mit regstem Interesse unterstützt hat. Den Dank an meine Vpn. Herrn Dr. v. Allesch (A.), cand. phil. Bandmann (B.), Fräulein A. Huckeiede (H.), Herrn stud. med. Kämmebek (K.), Herrn Dr. phil. Kühn (Kü.) möchte ich an dieser Stelle gleich anschliefsen. In der Arbeit werden die Vpn. nur mit den bei¬ gefügten Abkürzungen zitiert. I. Teil. Experimentelle Bestätigung der Heringschen Theorie des Tiefensehens. A. Die erste Versuchsanordnung. Die erste fundamentale Frage, die zu beantworten ist, ist die: liefert uns die Reizung identischer Punkte wirklich einen Kernebeneneindruck. Die Versuche hierüber wurden mit Hilfe des bekannten HEEiNGschen Haploskops2 3 angestellt. Dieses In¬ strument ist z. B. in der HiLLEBBANDschen Arbeit 1893 (s. o.) geschildert worden, ebenso haben Hoemann8, Jaensch4 und Rupp 5 1 Pflügers Archiv für die ges. Physiologie 81, S. 328. 1900. 2 Hermans Handbuch der Physiol. Ill 1, S. 393 ff. 3 Hofmann, Raumsinn des Auges in Tigerstedts Handbuch der physio¬ logischen Methodik. III. Bd., Abt. II, S. 152. 4 Zeitschr. f. Psychologie. Ergänzungsband 6, S. 6 ff. 1911. 6 Katalog Spindler und Hoyer, Göttingen. Apparate für psychologische Untersuchungen 1908.