Einftufs der Farbe auf die Gr'öfse der Zöllner1 sehen Täuschung. 269 weitere Steigerung der Täuschung zu erzielen. Es mag wohl sein, dafs dies beim Zusammentreffen von mehreren Trans- versalencolumnen vermöge irgend einer sich einstellenden Com¬ pensation von Seiten der Umgebung zutrifft; Thatsache ist aber, dafs für die von mir untersuchte alleinstehende Zöllner’sehe Figur das Maximum bei einem Neigungswinkel zwischen 150 und 170 sich einstellte. Bei dieser Winkelgröfse war aber die Einstellung schwerer, weil das nahe Herantreten der Trans¬ versalen an die Hauptlinie es nicht leicht dazu kommen liefs, die Hauptlinie mit dem Verlängerungsfaden in einem Ganzen zu er¬ fassen. Als definitiver Neigungswinkel wurde daher ein Winkel — 200 gewählt, bei dem der störende Einflufs der Transversalen auf das Zusammenfassen der Hauptlinie und des Verlängerungs¬ fadens so gut wie völlig beseitigt war. Dafs ich dem von Heymans zum Zwecke seiner Untersuchung hergestellten Apparate den oben beschriebenen vorziehen zu müssen meinte, findet im Folgenden seine Rechtfertigung. 1. Da vor Allem dafür gesorgt werden mufste, dafs sämmt- liche Täuschungsfiguren den räumlichen Verhältnissen nach gleich wären, so war durch Vereinfachung dessen, was gezeichnet werden sollte, zugleich auch eine nicht geringe Chance für die Uebereinstimmung zwischen den einzelnen Figuren geboten. Freilich kommt dieser Punkt, nämlich die gröfsere Bequemlichkeit in der Anfertigung des Versuchsmaterials, nur nebensächlich in Betracht und hätte unberücksichtigt bleiben müssen, wenn für die Versuche selbst und die zu verfolgenden Ziele die HEYMAxs’sche Methode der meinen gegenüber nach anderen Hinsichten in Vor¬ theil gewesen wäre. 2. Man weifs, dafs beim Wandern des Blickes über eine aus mehreren Hauptlinien zusammengesetzte ZöLLNER’sche Figur, die Hauptlinien eine eigenthümliche Unruhe zeigen, so dafs sie einmal mehr, ein andermal weniger auseinander zu gehen scheinen. Es ist nun sehr wahrscheinlich, dafs, wenn es sich ähnlich wie bei Heymans darum gehandelt hätte, eine Hauptlinie zwischen zwei unter einander im gleichen, ihr gegenüber aber im entgegengesetzten Sinne abgelenkten Hauptlinien parallel mit diesen letzteren einzustellen, durch jene Unruhe die Zuverlässig¬ keit einer solchen auf doppelseitige Richtungsvergleichung sich stützenden Einstellung vielleicht nicht unbeträchtlich hätte herab¬ gesetzt werden können. Ueberdies ist eine Paralleleinstellung,