202 Egon von Oppolzer. einem dritten Licht hinzugemischt wieder zwei gleich helle Lichter ergeben. Liegen also die beiden homogenen Lichter von der TV eilenlänge k und k' und den Intensitäten I und I vor, so ruft das erste die Helligkeit x — A log jl -f- das zweite die Helligkeit x = A log |l 4- hervor. Hem zweiten Licht wird allgemein auch eine andere Eigenlichtintensität a entsprechen. Dem zweiten Lichte ent¬ spricht gewifs eine ?5äc[ui\alente Intensität 1 des ersten Lichtes von der Wellenlänge Â; es wird nämlich bei der Intensität 1" das erste Licht dieselbe Helligkeit hervorrufen wie das zweite Licht bei der Intensität T ; also wird sein: A log (l + Ej = a log (l + Ej und daher: r = i. a Hach der obigen Voraussetzung kann ich nun bei der Mischung statt des Lichtes von der Wellenlänge k' ein dem ersten gleich¬ artiges von der Wellenlänge k und der Intensität I" supponiren. Jetzt kann ich aber die Regel für die Mischung gleichartiger Lichter anwenden und erhalte für die Heiligkeit des Mischlichtes Xm = A log t1 + 7 ) = Ä 1()g I1 + v + v)- Dies zeigt, dafs auch bei verschiedenartigem Lichte die Regel erhalten bleibt, dafs bei Elementar empfind ungen der Eeiz\\ erth des Mischlichtes gleich der Summe der Reizwerthe der Komponenten ist. Die Intensitäten heterogenen Lichtes gehen bei der Mischung nicht mit gleichem Gewichte ein, sondern mit einem Gewichte, das der entsprechen¬ den Eigenlichtintensität reciprok ist ; für grofse Intensitäten wird die Formel wieder einfacher, indem der Einser in der Klammer wegbleiben kann. Die Voraussetzung, dafs zu einem Lichte gleichhelle Lichter gemischt wieder ein gleichhelles Mischlicht geben, ist aber keine nothwendige. Ist z. B. die Empfindlichkeit A eine Function der