287 (Aus dem physiologischen Institut Freiburg i. B.) 1 ! ber die Helliffkeitswerte reiner Lichter bei kurzen o Wirkungszeiten. Von Alfred Zahn. Helligkeitsvergleichungen spektraler Lichter, die sich auf den unmittelbaren Helligkeitseindruck der einzelnen Farben gründen, sind zuerst von Fraunhofer und später von König 1 aus¬ geführt worden. Die Schwierigkeit und Unsicherheit dieser direkten Ermittlung der „Helligkeitsverteilung im Spektrum“ hat zu einer Reihe verschiedenartiger Verfahrungsweisen der Hellig¬ keitsvergleichung geführt, die sich nach v. Kries1 2 in zwei Gruppen scheiden lassen. Die eine umfafst diejenigen Methoden, die sich auf die Unterscheidungsfähigkeiten stützen. Hierher gehören das Verfahren von Vierordt3, bei dem ein auf den zu untersuchenden Teil des Spektrums projiziertes Vergleichslicht soweit abgeschwächt wird, bis es gerade nicht mehr auf dem Spektrum sichtbar ist, und ferner die auf den Flimmererschei- nungen basierenden Methoden, wie sie in verschiedener Form von Rood , Haycraft 4 6, Rivers 5 und Polimanti 6 angewandt wurden. Das Prinzip der zweiten Gruppe beruht darauf, dafs sie auf Grund besonderer physiologischer Verhältnisse den Weg¬ fall der Farbenempfindung herbeiführt und somit farblose Hellig- 1 König, HELMHOLTZ-Festschrift 1891. S. 350. 2 v. Kries, Die Gesichtsempfindungen in Nagels Handbuch d. Physio¬ logie III, S. 258. 3 Vierordt, Poggendorffs Annalen 137, S. 200. 4 Haycraft, Journal of Physiol. 21, S. 126. 5 Rivers, ebenda 22, S. 137. 6 Polimanti, Zeitschr. f. Psychol, u. Physiol, d. Sinnesorg. 19, S. 236.