224 Einige Bemerkungen über die Wirkung von Santonin auf die Farbenempfindungen. Eine Antwort an Herrn Vaughan. Von Y. 0. Siven (Helsingfors, Finnland). Unter dem obigen Titel veröffentlicht Herr Vaughan 1 einige Untersuchungen über die Einwirkung des Santonins auf den Farbensinn, welche er unter der Leitung Prof. Nagels ausführte um die früheren Versuche von v. Wendt und mir zu kon¬ trollieren. In der Hauptsache stellt Herr Vaughan die Richtigkeit unserer Beobachtungen fest. Gleichwohl scheint mir, als ob er nicht alle die technischen Hilfsmittel, die ihm zu Gebote standen, an¬ gewandt hat um tiefer in die Frage einzudringen, sondern sich mit einer ziemlich oberflächlichen Untersuchung begnügte. So z. B. benutzte Vaughan zur Untersuchung des Unterschiedes zwischen dem peripheren und dem zentralen Sehen nicht den Perimeter, welcher doch sicherere Resultate liefert als die primitive Anordnung von Papierblättchen auf einer schwarzen Fläche, die in verschiedenen Abständen betrachtet werden. Ferner vermifst man eine Untersuchung der eigentümlichen Gelbblindheit im Halbdunkel mit gleichzeitig erhaltener Perzeption für Rot und Grün. Diesen besonders interessanten und speziell für die HELMHOLTzsche Farbentheorie bedeutungsvollen Umstand konnten v. Wendt und ich nicht näher untersuchen, da unser Laborato- 1 Zeitschr. f. Sinnesphysiologie 41, S. 399, 1907.