462 Liter aturbericht mentellen AlkohoMntoxication und denen der Alkoholpeychosen bestehen, sowie ob es motorische Kriterien der Alkoholintoleranz giebt. Ernst Schultzb (Andernach). g ante de Sanctis und ü. Neyroz. Egperimestâî Inmtlgattoas CO&emÜBg Üb© ieptfe of Sleep. Psychol. Rev. 9 (3), 254—282. 1902. Yerff. mafsen die Schlaftiefe vermittelst einer abgestumpften Spitze, die mit ansteigendem Druck auf die Stirn des Schlafenden aufgesetzt wurde. Der Druck konnte an einer Scala abgelesen werden. Nicht nur der Druck, der zum Wecken nöthig war, wurde gemessen, sondera auch der geringere Druck, der unbewufste Reaction hervorrief. Aufserdem wurden die Versuchspersonen beim jedesmaligen Erwachen nach ihren Träumen befragt. Vier der Versuchspersonen waren normal, fünf patho¬ logisch: zwei seit langer Zeit Epileptische; einer, der in Folge einer Kopf¬ wunde epileptisch geworden war; ein hysterisch - epileptischer ; ein Fall von Dementia paralytica. Bei den normalen Personen fand sich die gröfste Schlaftiefe am Beginn der zweiten Stunde des Schlafs. Doch bestanden hier geringe individuelle Unterschiede. Sehr stark waren die individuellen Unterschiede rücksichtlich des weiteren Verlaufs des Schlafs. Bei einigen Individuen fällt die Curve der Schlaftiefe vom ersten Maximum langsam bis zum Wachen. Bei anderen dagegen zeigt sich ein zweites Maximum gegen Ende des Schlafs. Bei den Psychopathen war die Schlaftiefe aufser- ordentlich grofs im Vergleich zu den normalen Personen. Auch zeigten sie unter sich viel gröfsere Verschiedenheiten als die normalen Personen- Die Schlaftiefe scheint mit wachsendem Alter der nervösen Störung immer gröfser zu werden. Die Curve der unbewufeten Reactionen läuft der Curve der Schlaftiefe nicht genau parallel ; manchmal nähert sie sich ihr, manch¬ mal weicht sie zurück. Träume kommen in jeder Periode des Schlafes vor, selbst während des Maximums der Schlaftiefe. Doch sind sie häufiger gegen Ende des Schlafs. Max Meyer (Columbia, Missouri). H. H. Schboedeb. Post - hypnotic Suggestion and ©eteminiim Psychol Ren. 9 (3), 283—292. 1902. Verf. discutirt die posthypnotische Suggestion als ein Argument zu Gunsten einer deterministischen WillenBtheorie. Bei einer posthypnotischen Suggestion, die zur Ausführung gelangt, hat das handelnde Subject den einen oder den anderen von zwei Bewufstseinszuständen. Entweder glaubt es, spontan gehandelt zu haben: „Es hätte auch anders handeln können.“ Dies beweist, dafs die indeterministische Theorie nicht auf Selbstaussage der handelnden Individuen gegründet werden kann. Oder das Subject, wie e« manchmal vorkommt, führt die Handlung nur mit "Widerstreben aus und urtheilt selber, unter Zwang gehandelt zu haben. Dieses Urtheil kann jedoch erklärt werden, indem es sich in solchem Falle immer um eine für das Individuum ungewöhnliche That handelt. DaTs die Bethätigung unter posthypnotischer Suggestion von „gewöhnlicher“ Willensthätigkeit ver¬ schieden sei, kann nicht zugestanden werden, da die suggerirte Idee nicht weniger ein Theil des individuellen „Selbst“ ist, wie irgend eine andere Idee. Max Meyeb (Columbia, Missouri).