104 G-éza Révész. Kreisels ein Ring auf schwarzem Grunde. Die Kreiselscheibe II war ganz ebenso angeordnet wie I, nur dafs der Grund, auf dem der Ring während der Rotation des Kreisels erschien, nicht schwarz, sondern weifs war.1 Die zwei Kreiselscheiben waren so nahe zueinander aufgestellt, wie es eben möglich war. Zwischen den beiden Scheiben in der Höhe ihrer Axen war ein kleines Fixierzeichen (rot) angebracht. Des näheren verfuhr ich bei der Bestimmung der Farben¬ schwellen folgend er mafsen. Der oben erwähnten Fragestellung gemäfs sollte festgestellt werden, wie sich die Farbenschwellen auf den mittleren Ringen der beiden Scheiben verhielten, wenn diese beiden Ringe gleich hell erschienen. Es mufste also zunächst eine Helligkeitsgleichung zwischen den beiden Ringen hergestellt werden. Da mir die Herstellung einer Helligkeitsgleichung mittels sukzessiver Fixation der zu vergleichenden Ringe mit gröfseren Fehlern behaftet erschien, so zog ich es vor, die subjektive Gleichheit der Helligkeit der beiden Ringe in der Weise herzu¬ stellen, dafs die Versuchsperson das erwähnte rote Zeichen fixierte und die diesem Zeichen zugewandten Teile der Ringe miteinander verglich. Übrigens zeigte sich, dafs die auf diese Weise hergestellten Helligkeitsgleichungen auch dann gültig blieben, wenn die beiden Ringpartien mittels sukzessiver Fixierung verglichen wurden. Auf dem D-Feld 2 wurden Sektoren von 3540 Schwarz und 6° Weifs eingestellt. Wenn der Kreisel in Rotation versetzt war, so erschien demgemäfs auf dem dunklen Grund (D-Grund) ein grauer Ring (D-Feld) von mittlerer Helligkeit. Dieses Verhältnis der Sektorengröfsen wurde während sämtlicher Versuche kon¬ stant gehalten und das D-Feld diente so als Vergleichsfeld bei sämtlichen Versuchen. Zu diesem Vergleichsfelde wurde dann auf dem D-Grund ein Ring (D-Feld) von derselben subjektiven 1 Die Breite des mittleren Ringes betrug auf beiden Kreiseln 1 cm. Bei dieser Breite erschien auch der Ring auf dem Kreisel II sämtlichen Versuchspersonen gleichförmig hell, obwohl prinzipiell betrachtet die in¬ duzierte Kontrastwirkung in verschiedener Entfernung von dem Rande des Ringes nicht dieselbe wTar. 2 Ich werde der Kürze halber den auf dunklem Grund befindlichen Ring als D-Feld, das auf hellem Grunde befindliche als IT-Feld be¬ zeichnen.