Ans dem Physiologischen Institut zu Freiburg i. B. über die zur Erregung des Sehorgans erforderlichen Energiemengen. Nach Beobachtungen von Herrn Dr. Eyster mit geteilt von J. von Kries. Wie bekannt, ist es zuerst Töpler und Boltzmann 1, später ins¬ besondere Lord Rayleigh2 und Wien3 gelungen, die für eine merkliche Erregung des Gehörorgans erforderlichen Energiemengen in absolutem Mafse zu ermitteln. Die überraschenden Ergebnisse dieser Untersuchungen haben den Wunsch hervorgerufen, auch für das Sehorgan zu ähnlichen Feststellungen zu gelangen. Ein Versuch in dieser Richtung ist meines Wissens zuerst von Wien • • _ gemacht worden, der in seiner Dissertation „Uber die Messung von Tonstärken“ berechnet, dafs „die sichtbare Strahlung“ der lichtschwächsten noch sichtbaren Sterne dem Auge eine Energie von etwa 4-10~8 Erg in der Sekunde zuführt. Neue Ermittlungen in dieser Richtung4 * konnten wohl ange¬ zeigt erscheinen, teils weil jener Berechnung nur anderweit bekannte Tatsachen, nicht direkt für diesen Zweck angestellte 1 Töpler und Boltzmann: Wiedemanns Annalen. 116. S. 321. 1870. 2 Rayleigh : Proceed, of the R. Society 26, S. 248. 1878. Phil. Magazine 10, S. 370. 1894. 3 Wien, Diss., Berlin 1888. Wiedemanns Annalen 36. S. 849. 1889. Pflügers Archiv 97, S. 1. 1903. 4 Ich hätte gewünscht hier in spezieller Weise auf die einer ähnlichen Aufgabe gewidmeten Versuche von Grijns und Noyons (Engelmanns Archiv 1905. S. 25) eingehen zu können. Leider ist es mir nicht gelungen von dem Ver¬ fahren und der Berechnung der genannten Autoren eine so sichere Vorstellung zu gewinnen, dafs ich mir ein Urteil über ihre Ergebnisse gestatten könnte.