(Aus der physikalischen Abteilung des physiologischen Instituts der Universität Berlin.) Über den Einflufs des Sättigungsgrades auf die Schwellenwerte der Farben. Von Dr. F. P. Boswell, Rochester N. Y., U.S.A. Die Versuche, die im folgenden beschrieben werden sollen, wurden in der Absicht ausgeführt, zu ermitteln, ob die spezi¬ fischen Schwellenwerte gesättigter Farben durch Hinzufügen einer geringen Menge weifsen Lichtes erhöht oder herabgedrückt werden. Als Apparat diente bei diesen Versuchen eine mit einer Irisblende versehene, im übrigen lichtdichte, Glühlichtlaterne. Der Trieb der Irisblende trug eine Skala, die den Durchmesser der Blendenöffnung in Millimetern angab. Mit Hilfe dieser Vor¬ richtung wurde farbiges Licht auf die Vorderseite der Milchglas¬ scheibe eines NAGELschen Adaptometers geworfen, von wo es in das Auge des in 1 Meter Entfernung sitzenden Beobachters reflektiert wurde. Durch passendes Einstellen der inneren Lichtquelle des Adaptometers, deren Licht von hinten durch die Milchglasscheibe fiel, konnte jede gewünschte Menge weifsen Lichts dem farbigen beigemischt werden. Das Feld des Adaptometers wurde mit dem dunkeladaptierten Auge (3 bis 4 Stunden in völliger Dunkel¬ heit) betrachtet und die Intensität des farbigen Lichtes durch • • _ allmähliches Offnen der Blende gesteigert, bis die Farbe erkenn¬ bar wurde. Die Beobachtungen wurden zuerst mit farbigem Licht allein, dann unter Hinzufügen von weifsem Licht vor¬ genommen und jedesmal der Schwellenwert der Farbe bestimmt. Die Werte sowohl für das farbige, wie für das weifse Licht sind in einer willkürlichen Einheit ausgedrückt, haben also nur re¬ lative Bedeutung. Die Versuche ergaben folgende Resultate: