304 Literaturbericht. die „Rotblinden“ aufzuzeigen; dazu ist Untersuchung der einzelnen Reizwerte notwendig. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, zur Untersuchung der Farben¬ blindheit nur kleine Felder, d. h. foveales Sehen anzuwenden, da hier die störenden und verwischenden Faktoren, insbesondere die Adaptation, nahezu ausgeschaltet sind. Der einfachste und deshalb empfehlenswerteste auf diesem Prinzipe aufgebaute Apparat ist der von N. angegebene. A. Crzellitzer (Berlin). M. L. Nelson. The Effect of Subdivisions on the Visual Estimate of Time. Psychol. Bevieio 9 (5), 447—459. 1902. Zweck dieser Untersuchung war, festzustellen, ob geteilte Zeitstrecken im Vergleich mit ungeteilten zu grofs oder zu klein geschätzt werden, wenn die Begrenzung und Teilung der Strecken durch Lichtblitze bewirkt wird. Die benutzten Zeiten waren 1/2, 1, 2, 4, 6, 10 Minuten. Die Teilungsblitze wurden jede halbe Sekunde sichtbar. Das Ergebnis ist, dafs die geteilte Zeit kürzer erscheint als die ungeteilte, wenn die letztere vorhergeht und die geteilte folgt. Die Verkürzung war bei der kleinsten Strecke (Vs Min.) ungefähr 80° 0; geringer, je länger die Zeitstrecke; fast Null bei 10 Minuten. Wenn jedoch die geteilte Strecke vorhergeht und die ungeteilte folgt, so scheinen die Bedingungen viel verwickelter zu sein. Die geteilte Strecke wird dann in einigen Fällen überschätzt, in anderen unterschätzt, ohne dafs eine besondere Regelmäfsigkeit zu bemerken wäre. Die Versuchs¬ personen urteilten bei den Zeiten über 2 Minuten viel genauer als sie selber glaubten im stände zu sein. Ferner wurde der Einflufs von Zwei-, Drei- und Vierteilung untersucht. Eine solche Teilung von Zeitstrecken inner¬ halb der Grenzen 3 und 60 Sekunden veranlafste im allgemeinen eine Über¬ schätzung der Strecke, was mit den entsprechenden Ergebnissen Mettmanns nicht stimmt. Max Meter (Columbia, Missouri).