Litera turbericht. 65 fast alle Primaten, neben vielen anderen, z. B. fast allen N a g e t h i e r e n, gehören. 2. Der gelbe Typus: Zu ihm gehören unter anderen die Fleder¬ mäuse, Katzen und Marder unter den Baubthieren, Tapir und Elephant unter den Hufthier en. 3. Der grüne und gelb-grüne Typus. Hierhin gehört z. B. die Hauptmasse der Baubthiere. Ein grofses Capitel handelt über die Vascularisation der Be- tina: Die Ernährung der Betina ist entweder direct oder indirect. Eine indirecte Versorgung durch Osmose von Gefäfsen, die in der Nähe liegen, kann vom Glaskörper, oder von der Chorioidea ausgehen. Eine Versorgung vom Glaskörper aus erfolgt durch die Vermittlung des Processus falci- formis z. B. bei den Elasmobranchiern (Selachier), oder durch Ge- fäfse, die über die Oberfläche des Glaskörpers vertheilt sind, wie bei vielen Teleostiern, Amphibien und Beptilien, soweit letztere keinen Pecten haben. Die Versorgung durch die Chorioidea spielt die gröfste Bolle bei den Thieren mit gut entwickeltem Pecten, also bei den Sauropsiden (Beptilien und Vögel), kommt aber auch bei Säugethieren für die äufseren Betinaschichten in Betracht. Die directe Versorgung der Netzhaut erfolgt entweder durch Glas- körpergefäfse, die ganz in die Betina eingebettet sind, oder durch echte Betinagefäfse. Ihren Höhepunkt erreicht diese Form der Gefäfsversorgung in der Ausbildung einer ilrteria centralis retinae. Diese letzte Form der Versorgung ist bei vielen Säugethieren und einigen Schlangen aus- gebildet. In der Säugethierreihe kann man nach Johnson vier Typen der Betina- versorgung unterscheiden. 1. Den anangiotischen Typus, d. h. Thiere, bei denen man mit dem Augenspiegel k e i n e Betinagefäfse sehen kann. Hierhin gehören Ver¬ treter der tiefststehenden Säugethierordnungen : Monotreinen, Beutler, Zahnarme, Nagethiere und einige andere. 2. Den pseudoangiotischen Typus : es sind in geringer Zahl kurze kleine Betinagefäfse vorhanden. Diesen Typus zeigen die meisten Beute 1- thiere, Perissodactylen unter den Hufthieren, Zahnarme und Nagethiere. 3. Den angiotischen Typus : es sind Betinagefäfse verschiedener Stärke vorhanden, wie z. B. bei den meisten Baubthieren und Nagern. 4. Den eu angiotischen Typus, der durch ein vollständiges System von Netzhautgefäfsen ausgezeichnet ist. Netzhäute von diesem Typus finden sich mehr vereinzelt in den verschiedensten Ordnungen der Säuge- thiere, ganz allgemein aber ist er unter den Primaten vertreten. Zu der Frage, ob sich in der Art der Versorgung der Betina im Säuge¬ thierauge noch Spuren eines phylogenetisch früheren, prämammalen Stadiums finden, bringt Verf. einige höchst interessante Beobachtungen bei, über ein pectenartiges Gebilde, dafs sich im Auge vieler Beutel- thie re und auch beim Sumpfbiber (Myopotamus coypu) findet. Zeitschrift für Psychologie 29. 5