110 (Aus der Psychiatrischen Klinik der Universität Groningen.) Dritter Artikel. Untersuchungen über die sogenannten Aufmerksamkeitsschwankungen. Von Dr. E. Wiersma, Privatdozent der Psychiatrie an der Universität Groningen. (Mit 7 Kurven.) Die Untersuchungen an normalen Personen unter normalen Umständen haben, wie aus meinem ersten Artikel hervorgeht, den Beweis geliefert, dafs die sogenannten Aufmerksamkeits¬ schwankungen unter dem Einflufs zentraler Ursachen zu stände kommen, und in meinem zweiten Artikel findet diese Behauptung eine Bestätigung, weil es sich ergibt, dafs auch bei künstlichen Änderungen der psychischen Umstände die Wahrnehmungs¬ fähigkeit stets in gleicher Art sich ändert. Es bleibt mir jetzt noch übrig, nachzuspüren, ob auch durch krankhafte psychische Abweichungen die Wahrnehmungsfähigkeit, mittels der Aufmerksamkeitsschwankungen bestimmt, beeinflufst wird. Wenn aus diesen Untersuchungen sich ergibt, dafs bei denselben psychischen Störungen stets dieselben Änderungen der Wahrnehmungsfähigkeit sich zeigen, so ist auf drei ver¬ schiedene Weisen der Beweis geliefert worden, dafs die so¬ genannten Aufmerksamkeitsschwankungen zentral bedingt sind. Eine weitere wichtige Frage ist es, ob die Resultate dieser Untersuchungen zeigen werden, dafs ein, sei es denn auch nicht in Zahlen bestimmbares Verhältnis zwischen der Stärke der psychischen Störung und der Wahrnehmungsfähigkeit besteht. Ist das wirklich der Fall, so ist diese Untersuchungsmethode