Wie verhalten sich die Helmholtzs dien Grundfarben zur Weite der Pupille. 419 dann die einzelnen Teilfarben oder umgekehrt. Grün hatte immer den gröfseren Zerstreuungskreis, Rot den kleineren, die Mischfarbe den kleinsten. Dieselben Resultate erhielt ich auch dann noch, wenn das Rot an Intensität so vermindert wurde, dafs es im Mischfelde das Grün nicht neutralisierte. Mit Blauviolett und Gelb wurden 70 Versuche angestellt. Violett gab immer einen gröfseren Zerstreuungskreis als Gelb. Die Mischfarbe hatte wieder den kleinsten. Dasselbe war auch dann noch der Fall, wenn die Spalte für das Gelb verkleinert wurde, so dafs es das Blau nicht mehr neutralisierte. Die Mischfarben der beiden Farbenpaare ver¬ hielten sich auch verschieden; so hatte das Weifs, das aus Rot und Grün gemischt war, einen kleineren Zerstreuungskreis als das Weifs, das aus Violett und Gelb resultierte. Da also die Grundfarbe Rot stärker pupillomotorisch wirkt als ihr Komplement, es beim Blauviolett aber umgekehrt ist, so kann man schon hieraus folgern, dafs die Grundfarben als solche keine hervorragenden pupillomotorischen Wirkungen üben. (Eingegangen am 27. Juni 1903.)