332 Sigm. Exner und Jos. Pollak. deren Erklärung auf Grund einer anderen Theorie der Ton¬ empfindungen noch zu suchen wäre : 1. Die in einem Tonwellenzuge periodisch wiederkehrende Verschiebung um eine halbe Wellenlänge erzeugt eine Empfin¬ dung, welche sich von der durch Schwebungen erzeugten nicht unterscheiden läfst. 2. Ein Tonwellenzug, in dem die genannten Phasenver¬ schiebungen in genügender Frequenz vorhanden sind, erzeugt eine Tonempfindung von geringerer Intensität, als derselbe Ton¬ wellenzug, wenn er von jenen Phasenverschiebungen frei ist. 3. Der Gehörseindruck, den ein mit den genannten Phasen¬ verschiebungen versehener Tonwellenzug verursacht, sinkt in seiner Intensität, nicht nur, wenn die Elongation seiner Schwin¬ gungen kleiner wird, sondern auch, wenn die Anzahl der Ver¬ schiebungen in der Zeiteinheit steigt. 4. Diese Abnahme der Intensität kann bis zur Unmerklich- keit des Tones führen. (Eingegangen am 2. Juni 1903.)