176 H. Piper. Erscheinungen bei Hell- und bei Dunkeladaptation ist aus der angefügten Figur wohl einigermafsen deutlich zu ersehen. S c h 1 u f s. Wenn ich die Ergebnisse dieser Untersuchung jetzt ab- schliefsen kurz zusammenfasse, so möchte ich das Haupt¬ gewicht auf die Resultate legen, welche sich bei Einstellung von Gleichungen zwischen monokular und binokular ge¬ sehenen Helligkeiten ergaben. Es zeigte sich, dafs für hell¬ adaptierte Augen bei Gleichheit der monokular und binokular beobachteten Lichtintensitäten in der Regel auch Gleichheit der Helligkeitsempfin¬ dung eintrat, dafs dagegen bei Dunkeladaptation die monokular beobachtete Lichtintensität die bin¬ okular gesehene erheblich an Wert übertreffen mufste, um dieser letzteren gleich zu erscheinen. Diese Beobachtungen bestätigen also den schon früher aus den Resultaten der Schwellenmessungen abgeleiteten Satz, dafs man bei Helladaptation mit zwei Augen nicht oder nur ganz aufserordentlich wenig heller sieht als mit einem, dafs aber bei Dunkeladaptation die Hellig¬ keitsempfindung zweier Augen die eines erheblich an Intensität übertrifft. (Eingegangen am 1. Mai 1903.)