Helligkeitsverhältnis monokular u. binokular ausgelöster Lichtempfindungen. 175 dem vom anderen gesehenen Grau, welches die in Zerstreuungs¬ kreisen auf der Netzhaut abgebildete Kante der Längsscheide¬ wand (W) des Kastens erzeugt, nach den Regeln des paradoxen FECHXERschen Versuches mischt. Hier liegt in der Tat die einzige Gelegenheit vor, bei der sich die paradoxe binokulare Helligkeitsmischung komplizierend bei der Benutzung meines Apparates geltend machen mufs : bei allen vorher beschriebenen Versuchen dagegen liegt das graue, nicht schwarze Bild der Scheidewandkante aufserhalb desjenigen der hellen Felder und ist unsichtber, da es auf das Schwarz der seitlichen Kastenwände II (Helladaptation). Der dunkle Streifen zwischen binokular und monokular ge¬ sehenen Feldhälften (bei Augen Stellung III Fig. 1) mufs nach dem Gesagten natürlich auch sichtbar sein, wenn beide Feld hälften gleich hell erscheinen, was ja bei Beobachtung unter den Bedingungen der Helladaptation der Fall ist. Tatsächlich konstatiert man ihn auch unter diesen Umständen leicht und kann ihn über das Feld bei Bewegungen des Kopfes von rechts nach links oder von links nach rechts wandern sehen; aber er erscheint nicht in so dunklem Kontrast zum Hell des Feldgrundes und vor allen Dingen : die monokular gesehene Feldpartie schliefst sich nicht mit reduzierter Helligkeit an den Streifen an, sondern erscheint so leuchtend, wie die binokular beobachtete Feldhälfte (Fig. 2 II). Der Unterschied zwischen den